Streich-Comeback in der Bundesliga? So plant der frühere Freiburg-Coach
Von Dominik Hager

Es ist ruhig geworden um Christian Streich. Der legendäre Ex-Coach des SC Freiburg, der sich im Jahr 2024 von seinem Herzensklub verabschiedet hat, wollte seitdem keine neue Stelle eintreten. Dies war auch nicht weiter überraschend, da der 60-Jährige klargestellt hatte, nach den vielen Jahren beim Sportclub müde zu sein und eine längere Pause einzulegen.
Im Interview mit Sky im Rahmen der Übertragung zwischen Bayern und Frankfurt verdeutlichte er zwar, dass es teilweise schwierig war, nicht dem gewohnten Ablauf nachzugehen, jedoch hat er die neugewonnene Zeit lieben gelernt. Zudem ist er froh, den dauerhaft lastenden Druck nicht mehr ertragen zu müssen. "Ich bin ehrlich gesagt nicht so unfroh, auf dem Sofa zu sitzen und ein Spiel anzuschauen", schilderte Streich.
Dementsprechend gäbe es aktuell auch keinen Comeback-Plan. Es ist eher unwahrscheinlich, dass man Streich nochmal auf einer Bundesliga-Trainerbank antreffen wird.
Streich schwärmt von Heynckes und Kompany
Dennoch blickt der 60-Jährige natürlich auf viele Erinnerungen gerne zurück. So erinnert er sich beispielsweise noch bestens an aufbauende Worte von Jupp Heynckes, der die damals auf dem vorletzten Platz stehenden Freiburger nach einem 0:0 in München gelobt hatte.
"Mit welcher Größe, mit welcher Klarheit er uns da unterstützt hat, das hat uns unglaublich Kraft gegeben, weil er es ehrlich gemeint hat", verdeutlichte Streich.
Doch auch vom aktuellen Bayern-Coach, Vincent Kompany, zeigte sich Streich beeindruckt. Dieser hatte im Zusammenhang der Vorkomnisse zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid den Umgang mit Rassismus sowohl im Fußball als auch in der Gesellschaft moniert. "Mir hat es vollständig die Füße weggezogen. Genau, wie es Vincent Kompany gesagt hat, müssen wir es vergegenwärtigen", machte er deutlich.
Streich hat als Mensch und Trainer Spuren hinterlassen
Streich hatte sich während seiner Zeit als Freiburg-Coach häufig gegen Rassismus und Diskriminierung ausgesprochen. Zudem zeigte er stets eine klare Kante gegen die AFD. Streich bleibt als richtiger Typ in Erinnerung, aber natürlich auch als großartiger Trainer. Insgesamt hat er als Freiburg-Coach 488 Pflichtspiele geleitet und davon 194 gewonnen, 124-mal Remis gespielt und 170-mal verloren.
Zwar stieg er mit den Breisgauern auch einmal ab, jedoch behielt die Klubführung das Vertrauen und wurde mit dem Wiederaufstieg und zahlreichen Europa-League-Teilnahmen belohnt.
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