Kurz vor dem Bundesliga-Auftakt beim FC Bayern München bestätigte Hoeneß auf einer Pressekonferenz, dass Undav der neue VfB-Captain ist und damit Atakan Karazor ablöst. "Deniz steht für den VfB-Aufschwung", erklärte der 44-jährige Erfolgscoach.
Schon in der Vergangeneit führte Undav das Team in Abstinenz von Karazor als Spielführer aufs Feld. "Deniz ist ein Spieler, mit dem ich in den letzten Jahren schon im engen Austausch war, auch was inhaltliche Dinge auf dem Platz angeht", hob Hoeneß die Wichtigkeit des Top-Torjägers neben dem Geschehen auf dem Rasen hervor.
Weiter erklärte Hoeneß, dass Undav die Binde wegen seiner sportlichen Relevanz und seinem extrem hohen Stellenwert bei den VfB-Anhängern sowie als Aushängeschild Stuttgarts erhalten habe: "Aufgrund seines Status steht er häufig auf dem Platz und kann als verlängerter Arm agieren. Über sein Standing in der Mannschaft, der Stadt und der Region müssen wir nicht sprechen. Er steht für den Erfolg des VfB, daher ist das eine logische Entscheidung."
Tatsächlich ging es beim VfB seit der Verpflichtung Undavs in der Saison 2023/24 stetig bergauf. Vom knappen Nicht-Abstieg in der Relegation gegen den HSV avancierte Stuttgart in Undavs erster Bundesliga-Saison überraschend zum Vizemeister hinter Bayer Leverkusen. Im zweiten Jahr holte der VfB dann den DFB-Pokal und somit den ersten Titel seit der Meisterschaft 2007. Vergangenes Jahr qualifizierte sich der rote Brustring zum zweiten Mal in drei Jahren für die Champions League. In dieser erfolgreichen Zeit steuerte der DFB-Star für die Schwaben in 118 Pflichtspielen starke 57 Tore und 32 Assists bei.
Gibt Karazor die Binde wegen drohender Jokerrolle ab?
Vor Undav hatte Karazor das Amt seit dem Abgang von Waldemar Anton zu Borussia Dortmund für zwei Jahre inne. "Ich kann nur sagen, dass Ata ein absolut würdiger VfB-Kapitän war", bilanzierte Hoeneß die Amtszeit des Deutsch-Türken: "Er hat als Kapitän die Erfolgsgeschichte, die wir im ersten Jahr gestartet hatten, fortgesetzt. Er wird immer in Erinnerung bleiben als derjenige, der den DFB-Pokal in die Höhe gestreckt hat. Auf diesem Wege danke ich ihm dafür."
Das Problem mit Karazor als Captain war nicht die Führungsqualität, sondern,dass ihm 2026/27 eine deutlich verringerte Spielzeit erwarten könnte. Neben Angelo Stiller hat im zentralen Mittelfeld aktuell Neuzugang Grischa Prömel die Nase vorn. Außerdem muss sich der 29-Jährige vermutlich auch hinter Talent Chema anstellen. Deshalb tauchten zuletzt auch Gerüchte über einen Abgang in Richtung Türkei zu Trabzonspor auf.
