Soforthilfe für Krisenklubs: Diese 5 Winter-Transfers sind schon eingeschlagen
Von Dominik Hager

Während es beim FC Bayern und bei Borussia Dortmund im Winter überaus ruhig zuging, haben andere Bundesliga-Klubs sich noch darum bemüht, entscheidende Verstärkungen an Land zu ziehen. Die meisten Winter-Neuzugänge befinden sich nun seit gut einem Monat bei ihren neuen Arbeitgebern.
Wir sehen uns an, welche fünf Spieler schon echte Verstärkungen sind und gleichzeitig Hoffnung auf mehr machen. Der ein oder andere kriselnde Klub scheint tatsächlich ein gutes Händchen bewiesen zu haben.
1. Ayoube Amaimouni-Echghouyab (Eintracht Frankfurt)
Der Name des neuen Eintracht-Youngsters mag zwar ein echter Kommentatoren-Alptraum sein, jedoch muss man sich diesen vermutlich merken. Der 21 Jahre alte Marokkaner, der für 200.000 Euro aus der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim kam, konnte direkt positiv auf sich aufmerksam machen. Der Offensivspieler zeigte sich als toller und effektiver Joker und hat bei nur 146 Spielminuten schon zwei Tore und eine Vorlage auf sein Konto gebracht.
Es war nicht davon auszugehen, dass Amaimouni-Echghouyab schon so früh eine Hilfe sein könnte. Genau diese ist der schnelle Rechtsaußen allerdings. Ist ein Klub in einer so schwierigen Situation wie die Eintracht, braucht es einfach diesen jugendlichen Elan und die Unbekümmertheit.
2. Arnaud Kalimuendo (Eintracht Frankfurt)
Arnaud Kalimuendo gehört sicherlich zu den prominentesten Winter-Neuzugängen der Bundesliga. Der von Nottingham geliehene und mit einer Kaufoption versehene Angreifer hat bereits in den ersten Spielen im SGE-Trikot gezeigt, dass er eine Verstärkung darstellen kann. In seiner ersten Partie gegen Dortmund gelang ihm ein erster Assist, ehe er gegen Hoffenheim und Bremen knipste.
Der Franzose hat hervorragende Anlagen und kann es in Frankfurt sicher weit bringen. Ärgerlich nur, dass er sich nun im Duell gegen Gladbach eine Verletzung zugezogen hat.
Umso wichtiger für Frankfurt, dass Jonathan Burkardt zurückkehrt. Künftig könnte der deutsche Nationalstürmer mit Kalimuendo eine exzellente Doppelspitze bilden.
3. Phillip Tietz (Mainz 05)
Hat der FC Augsburg mit dem Verkauf von Philip Tietz ausgerechnet einen Konkurrenzenz gestärkt? Der Verdacht liegt nahe, denn der Transfer in Höhe von vier Millionen Euro scheint sich für die Mainzer auszuzahlen.
Hatten die Nullfünfer in der Hinrunde noch eklatante Probleme auf der Mittelstürmer-Position, ist mit Tietz nun ein neuer Hoffnungsträger da. Zwar traf er für die Mainzer erst einmal, jedoch gab er bereits drei Assists und war somit elementar am Aufschwung des Teams beteiligt. Dies gilt insbesondere für den Überraschungs-Sieg in Leipzig, bei dem Tietz zwei Buden auflegte. Mit seiner mannschaftsdienlichen Art ist der Stürmer eine Trumpfkarte, auch wenn er fußballerisch keine Augenweide sein mag.
4. Stefan Posch (Mainz 05)
Auch Stefan Posch tut dem FSV Mainz 05 sichtbar gut. Der von Como geliehene Österreicher bereichert die Innenverteidigung mit seiner energischen Herangehensweise und mit seiner Erfahrung. Posch ist ein starker Abwehr-Allrounder für einen Verein, der gegen den Abstieg kämpft und einer, der immer 100 Prozent gibt.
Zudem bestreitet er viele Zweikämpfe und fängt entscheidende Bälle ab. Lediglich bei der deutlichen Pleite in Dortmund konnte auch Posch nicht helfen. Der Ex-Hoffenheimer wurde von den messerscharfen Ecken und Flanken von Ryerson ähnlich wie seine Kollegen komplett übertöpelt.
5. Philip Otele (HSV)
Zugegebenermaßen hat Philip Otele noch nicht so wahnsinnig viel gespielt, jedoch dürfte der 26 Jahre alte Nigerianer noch wichtig werden. Der aus Basel geliehene Flügelspieler kam erst am 2. Februar in Hamburg an, feierte mit den Rothosen aber in dieser kurzen Zeitspanne schon zwei Siege.
Insbesondere beim Erfolg in Heidenheim hatte Otele mit seinem Assist vor dem 1:0 entscheidende Aktien. Beim 3:1 gegen Union Berlin glückte Otele zwar keine Torbeteiligung, jedoch war er auf seiner Seite ein ständiger Unruheherd und überzeugte mit seinem Speed und seinen Flanken. Der Leihspieler bereitete vier Torchancen seiner Kollegen vor und hätte sich einen Assist definitiv verdient gehabt. Bedenkt man, dass der HSV auf dem Flügel in der laufenden Saison wenig Kontinuität hatte, ist Otele ein potenzielles Top-Upgrade.
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