So viele Millionen gehen dem BVB durch das Aus in der Champions League flöten

In Dortmund herrscht nach dem überraschenden Champions-League-Aus Frust pur. Auch finanziell ist die Pleite in Bergamo ein großes Ärgernis.
Der BVB hat das CL-Achtelfinale verpasst
Der BVB hat das CL-Achtelfinale verpasst / Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages
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Die 1:4-Pleite bei Atalanta Bergamo kommt den BVB teuer zu stehen. Das damit verbundene Ausscheiden aus der Champions League ist nicht nur sportlich ein herber Dämpfer, sondern auch für das Bankkonto ein Schlag.

Eigentlich hätten die Dortmunder damit gerechnet, nach dem 2:0-Sieg im Hinspiel zumindest ins Achtelfinale zu kommen. Die elf Millionen Euro UEFA-Prämie, die es für das Überstehen der Playoffs gegeben hätte, waren laut Sportdirektor Sebastian Kehl "natürlich eingeplant".

Zwar wird der BVB durch das Ausbleiben der Gelder nicht völlig in den Sparmodus schalten müssen, jedoch könnten die Aktivitäten in der kommenden Sommer-Transferphase geringer ausfallen. "Natürlich bedeutet das erstmal nichts Gutes. Wir werden das intern aufarbeiten und damit auch umgehen können. Aber mit diesem Szenario habe ich mich ehrlich gesagt vor dem Spiel noch nicht beschäftigt", erklärte Kehl in einer Medienrunde nach dem Spiel.

BVB verliert im Vergleich zum Vorjahr 23 Mio. Euro

Dem BVB gehen aber nicht nur elf relativ sicher geglaubte Millionen Euro flöten, sondern auch reichlich weitere Gelder, die man im Laufe des Wettbewerbs noch hätte generieren können. Der Einzug ins Viertelfinale allein hätte dem BVB beispielsweise weitere 12,5 Millionen Euro UEFA-Prämie eingebracht. Für die Teilnahme am Halbfinale wären 15 Millionen Euro dazugekommen und für den Finaleinzug weitere 18 Millionen Euro geflossen.

Im Vorjahr hatten die Schwarzgelben im Übrigen noch den Sprung unter die besten Acht geschafft, scheiterten dann allerdings am FC Barcelona. Trotzdem konnte der Klub so 23 Millionen Euro mehr Prämien einnehmen als in dieser Champions-League-Saison.

BVB auch im DFB-Pokal bereits draußen

Bitter ist in diesem Zusammenhang natürlich, dass die Borussen auch im DFB-Pokal schon länger nur die Rolle des Zuschauers inne haben. Durch die Achtelfinal-Pleite gegen Bayer 04 Leverkusen gingen weitere wichtige Prämien verloren. Hätte es der BVB ins Halbfinale geschafft, wären laut Angaben von Sky über fünf Millionen Euro mehr geflossen.

Immerhin bleibt den Dortmundern aber noch die gute Position in der Bundesliga. Zwar scheint der Meisterzug abgefahren zu sein, jedoch hat der Tabellenzweite immerhin sechs Punkte Vorsprung vor der TSG 1899 Hoffenheim. Das Hauptziel bis zum Sommer muss nun heißen, Platz zwei in der Bundesliga zu verteidigen. Ansonsten könnte der BVB auch in der TV-Geld-Verteilung an Boden verlieren, was es angesichts der vielen verpassten Prämien definitiv zu vermeiden gilt.


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