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So plant Gladbach die heiße Phase auf dem Sommer-Transfermarkt

Borussia Mönchengladbach hält auf dem Transfermarkt die Augen offen. Weitere Neuzugänge gibt es aber wohl nur, wenn Leistungsträger verkauft werden.
Rouven Schröder steht in der Verantwortung, einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen
Rouven Schröder steht in der Verantwortung, einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen | Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Borussia Mönchengladbach würde gerne dem grauen Niemandsland der Bundesliga entfliehen. Dafür ist allerdings auch Geschick auf dem Transfermarkt gefragt. Bislang verzeichnen die Fohlen sieben Zugänge und sieben Abgänge, wenngleich mit Ausnahme des Reitz-Verkaufs kaum prominente Namen darunter fallen.

Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass nun weitere namhafte Abgänge hinzukommen. "Der Markt ist noch nicht richtig ins Rollen gekommen. Ich bin gespannt, wie das aussieht, wenn das WM-Finale vorbei ist", hatte Sportvorstand Rouven Schröder zum Trainingsauftakt am 12. Juli angemerkt.

Nachdem die WM nun Geschichte ist, könnte der Transfer-Sommer 2026 nun seinen Höhepunkt erreichen. Insbesondere in der Premier League ist viel Geld im Umlauf und der ein oder andere Gladbacher könnte zum Objekt der Begierde werden. Dies gilt insbesondere für Moritz Nicolas und den bei der WM sehr starken Nico Elvedi.

Nicolas wohl vor Verbleib - alles offen bei Elvedi

Laut eines ausführlichen Berichts der Rheinischen Post gibt es Nachfragen für das Duo von anderen Klubs, jedoch liegen keine Angebote vor. Die Gladbacher erhoffen sich einen Verbleib beider Spieler. Insbesondere bei Nicolas, der noch bis 2029 unter Vertrag steht, hat man auch das Heft des Handelns selbst in der Hand und würde nur bei einer enormen Summe ins Grübeln kommen.

Elvedi geht hingegen in sein letztes Vertragsjahr, weshalb man für einen Verkauf offen wäre. "Wenn Angebote eingehen, beschäftigen wir uns damit und wägen ab", erläuterte Schröder. Nun liegt es auch an Elvedi selbst, zu entscheiden, ob er langfristig in Gladbach bleiben möchte oder ein neues Kapitel aufschlägt.

Honorat und Scally liebäugeln mit Abschied

Auf der Seite möglicher Abgänge ist dem Bericht zufolge ein Transfer von Nathan Ngoumou am wahrscheinlichsten. Einen Ersatz würden die Gladbacher in diesem Falle nicht besorgen müssen. Anders würde das bei Franck Honorat aussehen, der gerne europäisch spielen würde. Bislang hat sich aber noch kein Verein bei den Gladbachern oder Honorat gemeldet. Eigentlich soll es der Plan der Borussen gewesen sein, dass noch ein Dribbler für die Außenbahn kommt, laut der Rheinischen Post ist das aber nun nicht mehr der Fall, weil bei Honorat alles auf einen Verbleib hindeutet.

Im Raum steht dagegen weiter ein Abschied von Joe Scally (Vertrag bis 2027), der gerne in der Premier League spielen würde. Ob sich jedoch ein Verein findet, steht in den Sternen, zumal Scally in den letzten Jahren eher durchwachsene Leistungen gezeigt hat. Gladbach wäre auf einen Abschied vorbereitet, zumal mit Yukhym Konoplia bereits ein Spieler für die Scally-Position verpflichtet wurde. Gegebenenfalls müsste jedoch noch ein zweiter Spieler kommen.

Neuhaus und Cvancara sollen wechseln

Zu den Dauerverkaufskandidaten zählen Florian Neuhaus und Tomas Cvancara. Beide sollen den Verein im Sommer verlassen, ansonsten droht ihnen die Tribüne. Neuhaus bezieht aber, wie sogar auf Mallorca bestens bekannt ist, ein hohes Gehalt, was einen Verkauf schwieriger macht. Eine Vertragsauflösung ist wohl nicht realistisch. Bei Cvancara lässt sich ein Abschied leichter realisieren, jedoch kann der Bundesligist nicht mehr mit einer großen Ablöse rechnen.

Gladbach mit sieben Neuzugängen für 12 Millionen Euro

Die Fohlen haben in Hinblick auf die kommende Saison Isac Lidberg, David Herold, Jan Leszczyński, Hugo Bolin, Zento Uno, Yukhym Konoplya und Enzo Leopold verpflichtet. Die sieben Neuzugänge haben lediglich zwölf Millionen Euro gekostet, weshalb sich die Borussia aktuell über einen Transfer-Saldo von plus 8,5 Millionen Euro freuen darf. Dies bedeutet, dass die Fohlen nicht zwangsläufig noch Spieler verkaufen müssen.

Sollten jedoch Leistungsträger wie Nicolas, Honorat oder Elvedi gehen, besteht natürlich die Notwendigkeit, nochmal auf dem Transfermarkt nachzulegen. Es kann aber genauso sein, dass sowohl bei den Zugängen als auch bei den Abgängen nichts mehr passiert. Das hängt davon ab, ob der Markt - wie von Schröder prophezeit - nochmal Fahrt aufnimmt und welche Optionen sich ergeben.


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