So motiviert Kovac seinen BVB zum echten Meisterschaftskandidaten

Disziplin, Intensität und neue Reize im Training: Niko Kovac hat dem BVB ein klares Leistungs-Update verpasst.
Kovac mit klarer Trainingsphilosophie
Kovac mit klarer Trainingsphilosophie / Hendrik Deckers/GettyImages
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Mit der Verpflichtung von Niko Kovac hat Borussia Dortmund ganz bewusst auf einen Trainer gesetzt, der für Intensität, Disziplin und hohe Anforderungen steht. Der Kroate genießt seit Jahren den Ruf, seine Mannschaften körperlich wie mental immer zu fordern und dabei konstant maximale Einsatzbereitschaft einzufordern.

Laut einem Bericht der Sport Bild soll Kovac nach seiner Amtsübernahme im Februar 2025 auf einen "katastrophalen Fitnesszustand" getroffen sein. Seitdem hat sich in Dortmund jedoch einiges verändert. Der BVB wirkt deutlich frischer, stabiler und belastbarer. Auch die nackten Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mit bislang 1,98 Punkten pro Spiel liegt Kovac spürbar über dem Schnitt seines Vorgängers Nuri Şahin (1,48 Punkte pro Spiel).

Druck und Belohnungen im Training

Ein Schlüssel für den Aufschwung könnte im Umgang mit der Mannschaft liegen. Trotz seines klaren und fordernden Auftretens gilt Kovac intern als respektvoll und nahbar. Genau diese Mischung scheint bei den Spielern anzukommen.

Wie die Bild berichtet, setzt der Trainer im Trainingsalltag auf ein besonderes Belohnungssystem. Über mehrere Wochen sammeln die Profis Punkte in verschiedenen Spieleinheiten. Wer am Monatsende vorne liegt, darf sich, abgesehen von Spieltagen oder intensiven Vorbereitungsphasen, einen trainingsfreien Tag selbst aussuchen. Dadurch dürfte die Motivation im Training nochmal einen Tacken größer sein.

Führungsspieler eng eingebunden

Auch bei taktischen Fragen legt Kovac offenbar großen Wert auf Austausch. Führungsspieler wie Emre Can, Waldemar Anton und Nico Schlotterbeck sollen regelmäßig in Entscheidungsprozesse eingebunden sein. Der Trainer will seine Mannschaft mitnehmen, nicht nur vorgeben.

Die Wirkung dieser Ansätze ist sichtbar. Trotz zuletzt teils heftiger Kritik hat sich der BVB in der Bundesliga wieder herangeschoben. Sechs Punkte Rückstand auf den FC Bayern, eine Distanz, die eine Saison plötzlich wieder offen wirken lässt. Genau diese Rolle als ernsthafter Herausforderer ist es, die man in Dortmund so sehr erwartet.


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