In gut einem Monat fällt die Startschuss zur Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Selten waren im DFB-Team so kurz vor dem Turnierstart derart viele Positionen offen wie in diesem Jahr. Julian Nagelsmann wird also bis zum Auftaktspiel noch einiges zu tun haben. Im Gespräch mit der Sport Bild hat sich nun schon mal Bastian Schweinsteiger zur Aufstellungfrage geäußert - und dabei durchaus für eine große Überraschung gesorgt.
So setzt der Weltmeister in der Offensive nicht nur auf Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz, sondern auch auf Linksaußen Chris Führich. "Er hat sich bei Stuttgart gut entwickelt und bringt immer etwas mit, was schwierig zu verteidigen ist", erklärte Schweinsteiger seine Wahl.
Zwar wurde Führich bei den letzten Länderspielen erst nach mehreren Absagen nachnominiert, jedoch gehört er immerhin zu den wenigen deutschen Offensivspielern, die wirklich in Form sind. Obwohl der VfB-Profi in der Hinrunde häufig auf der Bank saß, kommt er in der laufenden Bundesliga-Saison auf starke sieben Tore und sieben Assists und ist ein permanenter Unruheherd.
Führich könnte davon profitieren, dass Serge Gnabry verletzungsbedingt ausfällt und Leroy Sané bei Galatasaray eine sehr durchwachsene Saison spielt.
Schweinsteiger spricht sich zudem für Leweling und Karl aus
Schweinsteiger hat aber auch noch einen anderen Stuttgarter auf dem Zettel. "Eine Alternative wäre Jamie Leweling auf der rechten Seite. Wenn man defensiv spielen will, kann man auch Leweling für Musiala bringen", machte er deutlich. Auf diese Weise hätte Deutschland also ein VfB-Flügelgespann.
Ganz klar auf dem Zettel hat Schweinsteiger aber auch Bayern-Juwel Lennart Karl. "Er hat in seinen zwei Länderspielen einen sehr positiven Eindruck gemacht. Den musst du einfach spielen lassen", forderte die Bayern-Legende. Damit meint Schweinsteiger jedoch eher Joker-Einsätze.
Man darf anzweifeln, dass Nagelsmann in den viel zitierten Rollengesprächen Akteuren wie Führich oder Leweling tatsächlich eine Startelf-Chance in Aussicht gestellt hat, jedoch ist die Schweinsteiger-Aufstellung abgesehen von diesem Punkt wohl ziemlich nahe an der tatsächlichen Startelf dran.
Schweinsteiger würde auf Rüdiger verzichten
Schweinsteiger setzt auf Kimmich als Rechtsverteidiger und das Mittelfeld-Duo Goretzka und Pavlovic. Derzeit deutet vieles darauf hin, dass auch Nagelsmann so plant. In der Innenverteidigung würde der 41-Jährige auf Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck setzen und Antonio Rüdiger auf der Bank lassen. Auch das ist Stand heute ziemlich realistisch.
Bei der Torwart-Debatte gießt Schweinsteiger zudem kein Öl ins Feeuer und setzt auf Oliver Baumann. Aufgrund einer Formdelle des Hoffenheimers waren die Diskussionen zuletzt wieder größer geworden.
Die Deutschland-Aufstellung von Bastian Schweinsteiger im Überblick:
Baumann – Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Raum – Goretzka, Pavlovic – Musiala, Wirtz, Führich – Havertz
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