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Schon vergessen? Diese 10 Stars waren tatsächlich mal beim FC Bayern

Nicht alle Stars, die mal beim FC Bayern waren, haben ihren Bekanntheitsgrad aus diesem Grund. Wir werfen einen Blick auf zehn Spieler, deren Bayern-Zeit ein wenig in Vergessenheit geraten ist.
Sadio Mane und Yann Sommer kickten einst beim FC Bayern
Sadio Mane und Yann Sommer kickten einst beim FC Bayern | Markus Gilliar - GES Sportfoto/GettyImages

Wer beim FC Bayern kickt, der genießt ohnehin einen gewaltigen Bekanntheitsgrad. In den letzten 15 Jahren spielten allerdings auch zahlreiche Akteure in München, die an der Isar keine oder nur leichte Fußspuren hinterlassen haben und bei anderen Klubs deutlich mehr im Fokus standen.

Wir werfen einen Blick auf zehn ehemalige Bayern-Stars, bei denen man aus unterschiedlichen Gründen schon fast vergessen haben dürfte, dass sie überhaupt mal bei den Roten gespielt haben. Dabei ist es praktisch unerheblich, ob ihre Zeit in München nur wenige Jahre oder doch schon etwas länger her ist.

1. Kenan Yildiz

Kenan Yildiz
Kenan Yildiz in der Youth League für den FCB | DeFodi Images/GettyImages

Es kommt jetzt nicht so wahnsinnig häufig vor, dass die Bayern ein Top-Talent so einfach ziehen lassen - und dieses dann auch so richtig durchstartet. Auf Kenan Yildiz trifft das aber voll zu. Der junge Türke ist schon jetzt das Herzstück der Offensive von Juventus Turin. Sein Marktwert beträgt inzwischen stolze 75 Millionen Euro.

Da könnte man glatt vergessen, dass der gebürtige Regensburger mal dem FC Bayern gehörte. Zwar absolvierte er nie ein Spiel für die Profis, jedoch wurde er in der U17 und in der U19 schon mit hervorragenden Leistungen auffällig. Die Münchner haben letztlich zu wenig investiert, um das Juwel langfristig an sich zu binden.

2. Medhi Benatia

Medhi Benatia
Medhi Benatia | Matthias Hangst/GettyImages

Medhi Benatia wurde zum FC Bayern geholt, um Druck auf Jerome Boateng und Dante auszuüben. So wirklich erfolgreich war der Innenverteidiger beim Rekordmeister aber nie. Pep Guardiola setzte kaum mal von Beginn an auf den kopfball- und zweikampfstarken Innenverteidiger.

Benatia konnte in München nie das zeigen, was er sonst in der Serie A zu leisten fähig war. Demnach bleibt seine zweijährige Bayern-Ära auch blass und farblos. Aktuell ist Benatia als Sportdirektor für Olympique Marseille tätig. Dies ist aber womöglich nicht mehr von längerer Dauer.

Benatia hatte vor wenigen Wochen seinen Rücktritt erklärt, was von Marseille aber nicht akzeptiert wurde. Bis jetzt hat er seine Rolle also offiziell noch inne. Für so viele Schlagzeilen hat er beim FCB nie gesorgt.

3. Marc Roca

Marc Roca
Marc Roca | DeFodi Images/GettyImages

Marc Roca ist ein typischer spanischer Mittelfeldspieler, der sich durch seine Passstärke, seine Spielintelligenz und seine saubere Technik definiert. Vielleicht passt Roca aber auch deswegen nur optimal in die spanische La Liga.

Zeigte er vor seiner Bayern-Zeit bei Espanyol und aktuell bei Real Betis starke Leistungen, blieb er beim FC Bayern überaus blass. Roca absolvierte lediglich 24 Pflichtspiele und war zu keiner Zeit in der Nähe eines Stammplatzes. Insbesondere seine fehlende Athletik verhinderte, dass er beim Rekordmeister wirklich Fuß fassen konnte.

Ein geschickter Mittelfeld-Stratege zu sein ist halt manchmal nicht genug.

4. Sadio Mané

Sadio Mane
Sadio Mané | Robbie Jay Barratt - AMA/GettyImages

Sadio Mané wurde im Sommer 2022 als Nachfolger für Robert Lewandowski geholt und sollte den Polen als falsche Neun ersetzen. Ein Versuch, der krachend gescheitert ist.

Mané konnte zu keiner Zeit an seine herausragenden Jahre beim FC Liverpool anknüpfen und wurde zu einem der größten Missverständnisse der Vereinsgeschichte. Seine Bilanz liest sich mit zwölf Toren und sechs Assists in 38 Pflichtspielen zwar gar nicht so schlecht, jedoch konnte er keine entscheidenden Highlights liefern.

Auch menschlich passte es zwischen Mané und den Bayern irgendwie nicht. Denken wir nur an seine Auseinandersetzung mit Leroy Sané. In seinen sonstigen Karriere-Jahren war der senegalesische Volksheld ein toller Mensch und Spieler, beim FC Bayern hat er irgendwie beides vermissen lassen.

Zwar ist sein Abschied erst knapp drei Jahre her, jedoch fühlt es sich schon an wie eine längst vergangene Zeit als Mané das Bayern-Dress trug.

5. Philippe Coutinho

Philippe Coutinho
Philippe Coutinho | M. Donato/GettyImages

Philippe Coutinho hat zwar mit den Bayern im Jahr 2020 das Triple gewonnen, war dabei aber eher ein Statist als eine Hauptfigur. Zwar war der Brasilianer durchaus ein wichtiger Kaderspieler und konnte die ein oder andere sehenswerte Bude erzielen, jedoch standen andere im Mittelpunkt. Coutinho selbst kam meist nur als Joker zum Einsatz.

Nach einem Jahr als Leihspieler trennten sich daher die Wege auch schon wieder. Coutinho geriet ohnehin nur in den Fokus, weil sich Leroy Sané kurz vor der geplanten Verpflichtung einen Kreuzbandriss zuzog. Seine größte Zeit durchlebte der Offensiv-Künstler definitiv in Liverpool. Heute ist der 33-Jährige vereinslos.

6. Miroslav Klose

Miroslav Klose
Miroslav Klose | Johannes Simon/GettyImages

Miroslav Klose hat eigentlich überall funktioniert - außer eben beim FC Bayern. In erster Linie bringt man Klose natürlich mit seinem WM-Torrekord und seinen herausragenden Leistungen für die Nationalmannschaft in Verbindung. Doch auch beim 1. FC Kaiserslautern, bei Werder Bremen und zum Abschluss seiner Karriere bei Lazio Rom hat Klose verlässlich starke Leistungen gezeigt.

Nur bei den Bayern wollte es einfach nicht so recht funktionieren. Zwar waren seine Anfänge vielversprechend, jedoch wurden seine Performances zunehmend unbeständiger. Zwar sind 53 Tore in 150 Spielen jetzt auch nicht ganz schwach, jedoch ist Klose als Bayern-Stürmer kaum noch in Erinnerung. Spieler wie Luca Toni, Ivica Olic oder Mario Gomez konnten damals eher Fußspuren hinterlassen.

7. Emre Can

Josep Guardiola, Emre Can
Emre Can | Alexander Hassenstein/GettyImages

Emre Can ist in seiner Karriere viel rumgekommen. Nach seinem Abschied von Bayer 04 Leverkusen startete er beim FC Liverpool auf der Insel durch und spielte im Anschluss bei Juventus Turin. Seit seinem Wechsel zu Borussia Dortmund ist er eher als Bayern-Widersacher bekannt. Dabei war Can einst auch selbst Spieler des FC Bayern.

Insgesamt bestritt der 32-Jährige 81 Spiele für die Münchner, wenn auch nur sieben für das Profi-Team. Can stand auch im Bayern-Kader, als das Team 2012/13 das Triple gewann. In der Bundesliga und im Pokal bekam Can dabei auch ein paar Minuten, in der Königsklasse jedoch nicht.

8. Daley Blind

Daley Blind
Daley Blind | DeFodi Images/GettyImages

Daley Blind hat stolze 108 Länderspiele für die Elftal absolviert und hat für Manchester United, Girona, Ajax Amsterdam und Groningen knapp 600 Pflichtspiele bestritten. Der 35-Jährige Abwehrspieler war eigentlich überall eine anerkannte Leader-Figur, beim FC Bayern allerdings nur Statist.

Blind absolvierte die Rückrunde der Saison 2022/23 beim FCB, bestritt aber lediglich fünf Pflichtspiele. Dabei kam er auch nur einmal von Beginn an zum Einsatz. Eine bittere Erfahrung, selbst wenn Blind sich darüber im Klaren gewesen sein dürfte, in München nur als Backup zu fungieren.

9. Pepe Reina

Pepe Reina
Pepe Reina | Martin Rose/GettyImages

Pepe Reina war ein absoluter Dauerbrenner auf der Torhüter-Position. Beim FC Bayern war er allerdings nur ein Dauerbrenner auf der Bank. Der Spanier war der vielleicht prominenteste Ersatzkeeper, den die Bayern je hatten. Allerdings spielte er nur eine Saison (2014/15) für die Münchner. Da Manuel Neuer zu dieser Zeit noch nicht so häufig verletzt war, konnte Reina nur drei Spiele absolvieren.

Reina ist in seiner Laufbahn weit rumgekommen und hat für Liverpool, Barcelona, Neapel, AC Mailand, Villarreal und weitere große Klubs gespielt. Dass er mal bei den Bayern war, dürften nur noch eingefleischte Münchner auf Anhieb parat haben.

10. Yann Sommer

Yann Sommer
Yann Sommer | Chris Brunskill/Fantasista/GettyImages

Yann Sommer kam nach der schweren Verletzung von Manuel Neuer aus Mönchengladbach zum FC Bayern. Der Eidgenosse zählte viele Jahre zu den Top-Keepern der Bundesliga. Ausgerechnet im Bayern-Trikot lief es für Sommer aber überhaupt nicht rund.

Der Schlussmann leistete sich einige Wackler und wurde schnell auch intern in Frage gestellt. Folgerichtig war für Sommer nach einem halben Jahr Bayern wieder Schluss.

Für Sommer war es wohl besser so. Schließlich flatterte ein Angebot von Inter Mailand ins Haus, wo er seine Form wieder fand und unangefochtener Stammspieler ist. Mit dem FC Bayern konnte er abrechnen, indem er die Münchner mit Inter Mailand aus der Champions League warf.

Wenn Sommer mal seine Karriere beendet, wird sich kaum noch einer erinnern, dass er mal beim FC Bayern war.

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