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5 Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche HSV-Saison – Entscheidet ein Deal alles?

Der Hamburger SV steht vor dem schwierigen zweiten Jahr nach dem Aufstieg. Diese fünf Faktoren dürften für ein erfolgreiches Abschneiden entscheidend sein.
Was geht für den HSV in der kommenden Saison?
Was geht für den HSV in der kommenden Saison? | Alex Grimm/GettyImages

Der Hamburger SV hat die erste Bundesliga-Saison nach dem lange ersehnten Aufstieg mit Bravour gemeistert. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die zweite Saison nach der Rückkehr automatisch leichter wird. Im Gegenteil: Auf den HSV warten in der kommenden Runde voraussichtlich einige Schwierigkeiten, die sich in der abgelaufenen Saison noch nicht gezeigt haben. Auf der anderen Seite haben viele Akteure aber auch wertvolle Erfahrungen gesammelt. Wo die Reise hingeht, ist folgerichtig schwierig zu bewerten.

Wir werfen einen Blick auf fünf Schlüsselfaktoren in Hinblick auf die kommende Saison.

1. Bleibt die Euphorie im Verein erhalten?

Der Aufstieg nach sieben Jahren ging natürlich mit einer gewaltigen Euphorie einher. Alle Beteiligten haben lange auf die Rückkehr ins Oberhaus gewartet, weshalb Spiele gegen Teams wie den FC Bayern, Dortmund oder Leverkusen schlichtweg etwas ganz Besonderes waren. Inzwischen ist das Dabeisein in der Bundesliga jedoch wieder mehr zum Alltag geworden. Dies bedeutet aber nicht, dass man es nicht schätzen sollte, in der höchsten Spielklasse spielen zu dürfen.

Für die Hamburger ist es wichtig, den Schwung aus der gelungenen Vorsaison mitzunehmen und nicht in einen Strudel von Negativität zu geraten. Dann wird es schließlich sportlich extrem schwer, die nötige Performance auf den Platz zu bringen. Der HSV ist von seinen zahlreichen Fans und der grandiosen Stimmung in der heimischen Arena abhängig.

2. Bleiben die Schlüsselspieler fit?

In der Vorsaison ist der HSV auch deswegen nochmal in Turbulenzen geraten, weil sich einige wichtige Spieler im Endspurt verletzt haben. Miro Muheim und Luka Vuskovic wären hierbei konkret zu nennen. Doch auch in den Monaten zuvor hatten die Rothosen auf zahlreichen Positionen mit vielen Ausfällen zu kämpfen.

Im Hinblick auf die neue Saison bleibt zu hoffen, dass potenzielle Schlüsselspieler wie Yussuf Poulsen, Miro Muheim, Warmed Omari oder Albert Sambi Lokonga fit bleiben. Sie alle neigen ein wenig zu Verletzungen und mussten in der vergangenen Saison teilweise lange aussetzen. Beim HSV herrscht keine entsprechende Kaderbreite, um das so einfach kompensieren zu können.

3. Findet sich ein verlässlicher Torjäger?

In der vergangenen Saison hatte der HSV mit einer erheblichen Stürmerflaute zu kämpfen. Fabio Vieira war als Mittelfeldspieler mit sieben Toren der treffsicherste Hamburger, kein anderer Akteur hat mehr als vier Buden erzielt. Mit Robert Glatzel und Ransford Königsdörffer haben zwei Stürmer den Verein verlassen. Dafür hat sich Patson Daka den Rothosen angeschlossen. Youngster Otto Stange und Routinier Yussuf Poulsen stehen ebenfalls im Kader, jedoch muss man Zweifel daran haben, ob einer der aufgeführten Angreifer wirklich die Probleme lösen kann.

Derzeit soll der Verein an einer weiteren Stürmer-Verpflichtung arbeiten. Terem Moffi ist offenbar ein konkreter Kandidat, jedoch hat der Nigerianer zwei schwierige Saisons hinter sich. Wie dem auch sei: Der HSV benötigt in Hinblick auf die kommende Saison zwingend einen Angreifer, der verlässlich seine Tore schießt. Ob es sich um einen Neuzugang oder einen Spieler aus dem bestehenden Kader handelt, ist hierbei zweitrangig.

Gewissermaßen sind aber auch die Flügelstürmer gefragt. Alexander Rössing-Lelesiit, Fabio Baldé und Bakery Jatta sind zwar allesamt pfeilschnell, aber definitiv nicht die Knipser vor dem Herrn. Umso bitterer, dass das Tischtuch mit Jean-Luc Dompé endgültig zerschnitten ist.

4. Ist die Abwehr nach dem Vuskovic-Abgang stabil?

Ähnlich wie die Leihe von Fabio Vieira war auch jene von Luka Vuskovic ein absoluter Erfolg. Der Abwehr-Youngster wird in der kommenden Saison aber wieder in der Premier League kicken und der HSV muss wohl oder übel ohne diesen auskommen.

Zwar hat der HSV meist auch ordentlich verteidigt, wenn Vuskovic mal gefehlt hat, dennoch schwächt der Abgang des Kroaten die Rothosen erheblich. Bislang konnten die Verantwortlichen auf dem Transfermarkt noch nicht entsprechend reagieren. Sebastiaan Bornauw gilt als Kandidat, jedoch wird dieser Luka Vuskovic nicht eins zu eins ersetzen können.

Für den HSV geht es sowohl darum, auf dem Transfermarkt tätig zu werden, als auch darum, den Vuskovic-Abgang im Kollektiv abzufangen. Die Grundlage für die Hamburger muss schließlich weiterhin eine funktionierende Defensive sein. Insbesondere dank dieser Stabilität hat man in der Vorsaison die Klasse gehalten.

5. Gelingt der Vieira-Coup?

Fabio Vieira war für den HSV in der abgelaufenen Saison Gold wert. Zwar erwischte der Portugiese mit einem Platzverweis einen echten Fehlstart, jedoch machte er diesen Fehler mit zahlreichen Top-Leistungen wett. Der offensive Mittelfeldspieler ist technisch brillant und kann sowohl Tore vorbereiten als auch selbst erzielen. Wer an der Mentalität des Spielers gezweifelt hatte, sah sich eines Besseren belehrt. Vieira würde nach seiner Leihe gerne bleiben, jedoch hat der FC Arsenal die Hebel in der Hand.

Laut Informationen der Bild und des Hamburger Abendblatt besteht weiterhin eine deutliche Diskrepanz zwischen der Forderung der Gunners und dem Angebot der Hamburger. Letztlich könnte entscheidend sein, ob sich ein zahlungskräftiger Abnehmer findet, für den auch Vieira gerne auflaufen würde. Für den Hamburger SV wäre es sportlich natürlich ein erheblicher Unterschied, mit oder ohne Vieira in die neue Saison zu gehen. Es gibt keinen Spieler, der den Portugiesen ersetzen könnte. Dies dürften auch die Verantwortlichen wissen. Deshalb wäre ein Vieira-Coup der wichtigste Schlüssel für eine erfolgreiche Saison 2026/27.


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