Die finanziellen Zwingen haben den FC Schalke auch nach dem Aufstieg weiterhin fest im Griff. Sportvorstand Frank Baumann gab unumwunden zu, dass die Königsblauen in diesem Sommer noch einen großen Verkauf tätigen müssen – ansonsten droht Ungemach: "Wir haben unsere wirtschaftlichen Ziele bis zum 31.12.2026 noch nicht erreicht. [...] Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass wir noch einen weiteren Abgang benötigen, um das zu schaffen."
Verwunderlich ist das nicht, denn bis auf Ilyes Hamache, der eine kleine sechsstellige Summe eingebracht hat, konnte der FC Schalke in diesem Sommer sonst noch gar keine Ablöse generieren. Auf der Gegenseite hat der Aufsteiger schon über 2,5 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben. Dass es bei diesem Verhältnis nicht bleiben kann und wird, liegt auf der Hand.
Sylla soll Geld einbringen
Die WAZ berichtet, dass Moussa Sylla nach wie vor der Verkaufskandidat Nummer eins des FC Schalke sei. Obwohl sich der Angreifer in der Vorbereitung in einer herausragenden Verfassung befindet und schon mehrmals von Miron Muslic gelobt wurde, soll Sylla das benötigte Kleingeld einbringen. Rund fünf Millionen Euro erhofft man sich bei einem Verkauf des Torjägers.
Ein Grund, warum es ausgerechnet Sylla treffen soll, sei auch die große Konkurrenzsituation im Sturmzentrum, so die WAZ. Edin Dzeko soll trotz seiner 40 Jahre viel Spielzeit erhalten, dazu erachte man Neuzugang Junior Adamu als besseren Fit für das Muslic-System.
Oder trifft es Becker oder Aouchiche?
Sollte es mit einem Sylla-Verkauf nicht klappen, wäre Vitalie Becker der zweite große Kandidat, um ordentlich Geld zu generieren. Am liebsten würden die Verantwortlichen den bis 2027 datierten Vertrag des Eigengewächses verlängern – scheitert dieses Vorhaben, muss wohl oder über ein Verkauf in diesem Sommer her. Momentan stehen die Zeichen bei Becker aber eher auf Verlängerung.
Die WAZ bringt dazu Adil Aouchiche als weiteren Namen für einen Abgang ins Spiel. Ein Verkauf des 24-Jährigen wäre aber äußerst überraschend, schließlich ist Aouchiche der Unterschiedsspieler schlechthin beim S04. Ihn könnten die Königsblauen sportlich einfach nicht ersetzen.
Entsprechend hoch müsste die Ablöse auch ausfallen: Minimum zehn Millionen Euro werden im Bericht genannt. Eine Summe, mit der sich zumindest sehr viele finanzielle Sorgen beim S04 in Luft auflösen würden.
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