Die 0:3-Heimniederlage gegen Atalanta Bergamo sorgte bei Schalke 04 für einen kleinen Dämpfer vor der Bundesliga-Rückkehr. Auch Timo Becker warnte vor zu großer Euphorie und erinnerte die Fans sowie das gesamte Umfeld daran, dass es für Königsblau in der neuen Saison einzig um den Klassenerhalt gehen wird.
In der sportlichen Tabelle will Schalke allerdings deutlich höher Abschneiden als in der finanziellen Rangliste. Laut Bild stellten die Knappen mit einem Eigenkapitel mit -96,6 Millionen Euro dort das Bundesliga-Schlusslicht dar. Selbst die SV Elversberg steht als Vorletzte mit 1,4 Millionen deutlich besser da.
Baumann spricht Klartext: Andere Klubs "Lichtjahre entfernt"
"Es gibt zwei notwendige Ziele im Fußball. Du musst wirtschaftlich stabil und sportlich erfolgreich sein. Da sind viele Vereine Lichtjahre entfernt mittlerweile", gibt Sportvorstand Frank Baumann offen zu.
An große Investitionen nach dem Aufstieg ist auf Schalke daher nicht zu denken. Immerhin: Mit den Verpflichtungen von Satoshi Tanaka, Junior Dina Ebimbe und Junior Adamu konnte der Kader mit wenig Geld verstärkt werden. Noch dazu einigte man sich mit Edin Dzeko auf einen neuen Vertrag.
So droht Schalke 2027/28 ein Punktabzug
Klar ist aber auch, dass die Verantwortlichen die finanzielle Situation schleunigst in den Griff kriegen sollten. Verbessert sich das negative Eigenkapital nicht, droht Schalke in der Bundesliga sogar ein Punktabzug. Konkret: Hält der Traditionsklub aus dem Pott die Klasse, muss er zehn Prozent Gewinn erwirtschaften.
In diesem Fall könnte Schalke im Sommer 2027 dazu gezwungen sein, Leistungsträger zu verkaufen. "Solch einen Gewinn können wir aus dem normalen Alltagsgeschäft nicht erzielen. Da benötigen wir jedes Jahr Transferüberschüsse. Wenn wir das Eigenkapitalproblem nicht lösen, wird sich das in den kommenden zehn Jahren nicht ändern", erklärte Baumann.
Doch auch mit Blick auf die kommenden Monate haben die S04-Bosse alle Hände voll zu tun. "Wir haben unsere wirtschaftlichen Ziele bis zum 31.12.2026 noch nicht erreicht. Die Transferphase läuft bis zum 1. September. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass wir noch einen weiteren Abgang benötigen, um das zu schaffen."
Neben dem Kampf um den Klassenerhalt wird also auch abseits des Platzes das Ringen um eine gesündere, finanzielle Zukunft weitergehen.
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