Die deutsche Nationalmannschaft startete am Sonntag zwar mit einem 7:1-Sieg gegen Curacao in die WM 2026, doch selbst der Gala-Auftritt verlief nicht gänzlich ohne Störgeräusche. Viele Fans und Beobachter bemängelten die Leistung des ohnehin sehr kritisch beäugten Leroy Sané, der als einer der wenigen deutschen Offensivspieler ohne Scorerpunkt blieb.
Obwohl Sané in einigen Aktionen eine unglückliche Figur machte, ist nicht zu erwarten, dass ihn Julian Nagelsmann im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste auf die Bank setzt. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Samstag (22 Uhr) nahm der Bundestrainer den Rechtsaußen von Galatasaray Istanbul in Schutz.
"Ich wüsste jetzt nicht, warum ich ihn nicht spielen lassen soll. Ich bin keiner, der sich treiben lässt von irgendwelchen Meinungen von außen. Sondern wir haben eine Meinung im Trainerteam, eine Meinung in der Mannschaft und auch Dinge gesehen auf dem Feld, die sehr gut waren", sagte Nagelsmann.
Sané-Kritik ein "psychologisches Phänomen"?
Der 38-Jährige erkennt inzwischen sogar ein "psychologisches Phänomen" hinter der Dauerkritik an Sané. "Wenn man irgendwann mal einen Menschen in einer gewissen Schublade hat und ihn gewissermaßen charakterisiert, dann wird alles, was man nur ansatzweise in diese Richtung sieht, um ein Vielfaches schlimmer bewertet", erklärte er.

Wie Nagelsmann versicherte, störe Sané die Kritik an ihm nicht. Doch den Bundestrainer beschäftige es, "weil ich ungern habe, dass über meine Spieler so was geschrieben wird".
Da das gesamte DFB-Team fit ist und gegen Curacao im Kollektiv überzeugen konnte, ist nicht damit zu rechnen, dass Nagelsmann Veränderungen in seiner Startelf vornimmt. Das bedeutet auch für Sané die Chance, die Kritik an seiner Person verstummen zu lassen. Dafür müsste er allerdings seine Leistung im Vergleich zum vergangenen Sonntag steigern.
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