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Rückkehr zur Dreierkette? Wie eine fatale Kaderpolitik der Eintracht um die Ohren fliegt

Adi Hütter denkt offenbar nach den enttäuschenden Spielen zum Bundesliga-Auftakt über einen Systemwechsel nach. Dies ist auch die Folge einer verfehlten Kaderpolitik.
VonDominik Hager
Adi Hütter erwägt eine Systemumstellung
Adi Hütter erwägt eine Systemumstellung | Alex Grimm/GettyImages

Adi Hütter hätte sich seinen Start bei Eintracht Frankfurt sicherlich anders vorgestellt. Der Rückkehrer hat mit der SGE nur einen Punkt aus den beiden ersten Bundesliga-Spielen geholt. Dabei kassierte das Team satte sieben Gegentreffer. Besonders fatal war die 2. Halbzeit im Duell mit Augsburg, in der die Frankfurter komplett die Spielkontrolle verloren haben.

Selbstredend macht sich auch Adi Hütter so seine Sorgen. "Ich muss mir Gedanken machen, dass wir einfach wieder stabiler stehen können", erklärte der Coach laut Bild-Bericht. Nun zieht Hütter in Erwägung, "vielleicht die Grundordnung zu verändern".

Bis jetzt agierten die Frankfurter in einer klassischen 4-2-2-2-Formation, jedoch könnte fortan die Dreierkette ihr Comeback feiern. Auf eine ähnliche Art und Weise hat Hütter bereits 2018 die SGE in die Spur gebracht.

Für die Dreierkette spräche, dass Kapitän Robin Koch in einer solchen Formation besser klarkommt. Davon soll auch Hütter überzeugt sein. Demnach könnte er beim Spiel gegen Mainz Koch in die Mitte der Dreierkette platzieren und Lilian Brassier sowie Jeremiaha Maluze als Nebenmänner installieren.

Baum und Kosugi offenbaren Probleme

Die Probleme zuletzt waren allerdings nicht nur im Abwehrzentrum auszumachen, sondern auch auf den beiden Außenverteidiger-Positionen. Es ist keine sonderlich große Überraschung, dass Elias Baum und Keita Kosugi noch nicht in die großen Fußspuren von Nathaniel Brown und Rasmus Kristensen passen. Beide könnten durch eine Systemumstellung defensiv entlastet werden. Personell gibt es hingegen kaum Alternativen, weil Ansgar Knauff verletzt ist und das Vorgehen der Eintracht auf dem Transfermarkt schlichtweg nicht nachvollziehbar war. Ritsu Doan wäre für die Schienenspieler-Rolle wohl zu offensiv.

Hütter bleibt nichts anderes übrig, als an Baum und Kosugi festzuhalten. "Wir gehen diesen Weg mit ihnen. Ich werde auch zu jungen Spielern, die Fehler machen, stehen", machte der Coach deutlich. Bei der 1:4-Pleite gegen Augsburg wechselte Hütter allerdings den 36 Jahre alten Timothy Chandler für den überforderten Baum ein. Dies sagt eigentlich auch schon alles, was man über die Frankfurter Kaderplanung auf den Außenverteidiger-Positionen wissen muss.

Frankfurt fehlt ein gefährlicher Joker

Kleinere Sorgen bereitet auch die Offensive. Wenngleich Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib bereits gut im Zusammenspiel mit Ritsu Doan harmonieren, besteht wohl die Überlegung, einen der genannten drei Spielern auf die Bank zu verfrachten. Ansonsten besteht kaum die Möglichkeit, im Spielverlauf einen torgefährlichen Joker bringen zu können.

Auch hier fehlt es schlichtweg an Alternativen, weil der anvisierte Deal mit Arnaud Kalimuendo scheiterte und keine Backup-Lösung parat stand. Der Transfersommer 2026 scheint den Hessen jetzt schon um die Ohren zu fliegen.


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