Robin Koch nennt großes Eintracht-Problem – Kostete das Toppmöller den Job?

Das Aus von Dino Toppmöller war die Krachermeldung des vergangenen Wochenendes. Nun hat sich der Kapitän zu Wort gemeldet.
Eintracht-Kapitän Robin Koch
Eintracht-Kapitän Robin Koch / NurPhoto/GettyImages
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Es war die wohl größte Meldung des vergangenen Bundesliga-Spieltags, als am Sonntag bekannt wurde, dass Eintracht Frankfurt Cheftrainer Dino Toppmöller nach dem enttäuschenden 3:3-Unentschieden gegen Werder Bremen am Freitagabend und darauf erfolgten stundenlangen Krisengesprächen entlassen hat. Auch wenn es für viele Eintracht-Fans überfällig zu sein schien, erhielt Toppmöller im Netz auch breiten Zuspruch und große Danksagungen vom Anhang. Nun hat sich erstmals auch ein Spieler aus dem SGE-Kader geäußert. Mit Robin Koch hat wohl auch gleich der bedeutendste Mann unter Frankfurts Spielern gesprochen.

Kapitän Koch über Toppmöller-Aus

Koch gab auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Qarabag Agdam zu verstehen, dass es zwischen Toppmöller und dem Frankfurter Team keine Probleme gab. "Zwischen der Mannschaft und Dino gab es kein Problem, da war jetzt nichts vorgefallen", so der 29-jährige Kapitän. Und weiter: "Ich glaube, dass es manchmal einfach im Fußball so ist, dass ein Verein dann auch Entscheidungen treffen muss, frischen Wind wieder reinzubringen.“ Wer diesen frischen Wind langfristig bringen soll, ist derzeit noch unklar. Zunächst wird die SGE von einem Interimsgespann um Klubikone Alex Meier und U21-Cheftrainer Dennis Schmitt betreut.

Will Toppmöller nicht die alleinige Schuld geben: Kapitän Robin Koch
Will Toppmöller nicht die alleinige Schuld geben: Kapitän Robin Koch / picture alliance/GettyImages

"Ich hatte nie das Gefühl, dass wir nicht alles geben und reinwerfen. Aber wir waren zu viel alleine und zu wenig als Team unterwegs. "

Robin Koch

Toppmöller, dem auch die anhaltende Anfälligkeit in der Defensive und sich wiederholende Fehlerketten zum Verhängnis wurden, bekam diese Thematiken einfach nicht in den Griff. Robin Koch sieht die Verantwortung für diesen Misserfolg aber offenbar in Teilen auch bei der Mannschaft. "Die letzten Wochen waren natürlich schwierig für uns. Man hat’s auf dem Platz gesehen, dass wir zu verkopft unterwegs waren und einfach zu viele falsche Entscheidungen getroffen haben. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir nicht alles geben und reinwerfen. Aber wir waren zu viel alleine und zu wenig als Team unterwegs. Wir müssen da geschlossener auftreten. Dann werden wir auch das mit den vielen Gegentoren in den Griff bekommen.“ Klare Worte die der Kapitän also auch an die Mitspieler richtet.

Koch nahm das gesamte Team in die Pflicht und wollte den holprigen Saisonverlauf nicht nur dem Ex-Trainer in die Schuhe schieben. "Ja, wenn ein Trainer gehen muss, ist selten der Trainer alleine schuld", so Koch. Der deutsche Nationalspieler weiter: "Die Mannschaft gehört dazu. Jeder im Verein hat dann etwas falsch gemacht. Und natürlich sehen wir uns in allererster Linie als Mannschaft immer in der Pflicht, auf dem Platz für Leistung zu sorgen. Wenn ein Trainer gehen muss, dann hat auch bei uns jeder Einzelne etwas dazu beigetragen.“

Unterm Strich blieben aber wohl die Zweifel an Toppmöller

Dennoch deuten die Aussagen von Robin Koch unter dem Strich auch darauf hin, dass es Toppmöller nicht gelungen war, die Probleme auf dem Platz in den Griff zu bekommen und sein Team von einem klaren Plan zu überzeugen. Dies führte damit wohl zu den von Koch angesprochenen Alleingängen der Spieler und am Ende auch zu den nicht überwindbaren Zweifeln oder mangelnder Überzeugung am Trainer die letztlich zu seinem Aus führten.


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