Um Yan Diomande ist sogar schon ein erbitterter Schlagabtausch zwischen den Transferinsidern entstanden. Fabrizio Romano hatte bereits am Sonntag sein berühmtes 'Here we go' vermeldet. Was nichts anderes bedeutet, als dass der Transfer des 19-Jährigen von RB Leipzig zu Real Madrid bereits in trockenen Tüchern sei.
Sky-Reporter Florian Plettenberg kritisierte diese Meldung. Von einer Einigung zwischen den Klubs könne noch keine Rede sein, auch wenn es sehr wahrscheinlich sei, dass der Deal am Ende über die Bühne gehen werde. In der Folge machten sich Romano und Plettenberg gegenseitige Vorwürfe, die Fronten sind verhärtet.
- Dazu interessant: Romano vs. Plettenberg: Streit zwischen Transferexperten eskaliert
Mit dem eigentlichen Transfer von Diomande hat das aber natürlich überhaupt nichts zu tun. Stattdessen geht es im Poker um die Ablöse für den Flügelstürmer weiter. PSG hat sich bereits offiziell aus dem Werben zurückgezogen, Diomande hat einem Wechsel nach Madrid wohl schon zugestimmt.
Zweites Real-Angebot bei 115-120 Mio. Euro
Ein erstes Angebot von 100 Millionen Euro (inklusive Boni) soll Leipzig direkt abgelehnt haben. Nach übereinstimmenden Informationen von ESPN und Sky haben die Blancos nun eine zweite Offerte abgegeben.
Beide Quellen sprechen von rund 115 bis 120 Millionen Euro, die Real für Diomande bietet. Laut Sky gelte eine Einigung mit RBL im Bereich der 120 Millionen Euro"momentan als realistisch". ESPN berichtet, dass die Ablöse durch Boni auf bis zu 135 Millionen Euro anwachsen könnte. Diomande würde damit zum teuersten Neuzugang der Real-Geschichte werden und Jude Bellingham ablösen.
Die teuersten Neuzugänge von Real Madrid
Spieler | Ablöse | Ex-Klub |
|---|---|---|
Jude Bellingham | 127 Mio. € | BVB |
Eden Hazard | 120,8 Mio. € | Chelsea |
Gareth Bale | 101 Mio. € | Tottenham |
Cristiano Ronaldo | 94 Mio. € | Man United |
Aurélien Tchouaméni | 80 Mio. € | AS Monaco |
Leganes erhält 5-8 Prozent der Ablöse
Für Leipzig wird der Ivorer definitiv zum Rekord-Verkauf, nachdem man für Josko Gvardiol von Manchester City rund 100 Millionen Euro kassiert hatte. Allerdings darf RBL die Diomande-Ablöse wohl nicht komplett selbst einstreichen. Ex-Klub Leganes soll eine Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von fünf bis acht Prozent besitzen.
Dass der Diomande-Blockbuster durchgeht, bezweifelt mittlerweile kaum noch jemand, auch wenn ein endgültiger Durchbruch in den Verhandlungen zwischen den Klubs noch aussteht. Der Preisrahmen scheint aber gesteckt, nun dürfte es vor allem noch um Details wie das Verhältnis von Sockelablöse und Boni sowie der Art der Bonuszahlungen gehen.
