Borussia Mönchengladbach tritt seit Jahren auf der Stelle und ist inzwischen fast regelmäßig in der unteren Tabellenhälfte anzutreffen. Folgerichtig fordern viele Mitglieder von der sportlichen Führung, dass man mehr auf den eigenen Nachwuchs setzt. Das ein oder andere spannende Talent gibt es im Fohlenstall ja durchaus. Dies gilt insbesondere für den erst 17 Jahre alten Wael Mohya, der zu den spannendsten Juwelen seines Jahrgangs in Deutschland gezählt wird.
Doch bei den beiden jüngsten Remis gegen Mainz (1:1) und in Wolfsburg (0:0) ließ Eugen Polanski den Youngster für keine Minute auf dem Platz wirbeln. Dabei hätte dem müden Offensiv-Spiel der Gladbacher ein wenig Kreativität und Unbeschwertheit gewiss nicht geschadet. Eugen Polanski zeigte sich bemüht, der insbesondere im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Montag aufkommenden Kritik entgegenzuwirken.
"Da können wir sicher sein, dass wir diesen Jungen nicht verhindern können. Ich hoffe, er hat das nötige Glück, von Verletzungen verschont zu bleiben. Mit 17 Jahren bereits zwölf Bundesliga-Einsätze für dien Verein zu haben, ist schon eine tolle Leistung", lobte er das Offensiv-Juwel im Rahmen der Versammlung
Polanski will nicht zu viel Druck aufbauen
Zudem stellte er klar, dass er Mohya auch für die drei letzten Saisonspiele auf dem Zettel hat. Trotzdem warnte er auch davor, den Youngster nun zu sehr in den Fokus zu rücken. "Wir sollten bei Wael nicht so viel Druck aufbauen, dass er jedes Spiel über 90 Minuten spielen sollte. In den letzten Spielen lag es mehr an den Ergebnissen, an der Leistung seiner Mitspieler und an Verletzungen, die im Spiel passieren. Wir werden noch viel Spaß an ihm haben - und ihn auch wieder vermehrt auf dem Rasen sehen", kündigte Polanski an.
Mohya stand in der laufenden Bundesliga-Saison bei zwölf Spielen und für insgesamt 358 Minuten auf dem Platz. Am 25. Spieltag traf er als Joker gegen die Bayern, ehe er am 28. Spieltag einen wichtigen Treffer beim 2:2 gegen Heidenheim erzielte.
Kurioserweise durfte er im Anschluss aber nur noch für fünf Minuten gegen RB Leipzig ran, ehe er zweimal komplett außen vor blieb.
Für die Gladbacher stehen nun noch die Spiele gegen Dortmund, in Augsburg und gegen Hoffenheim an. Gerettet sind die Fohlen noch nicht, haben als Tabellen-Elfter und mit 32 Zählern aber sehr gute Chancen auf den Klassenerhalt. Womöglich kann und darf auch Mohya hier noch einen wertvollen Akzent liefern.
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