Für Paris Saint-Germain war es eine Schrecksekunde, als Achraf Hakimi nahe der Eckfahne angeschlagen auf dem Boden liegen blieb und sich mit der Hand an den hinteren Oberschenkel griff. Zwar konnte bzw. musste der Rechtsverteidiger in den letzten Minuten auf dem Platz bleiben, jedoch humpelte er sichtbar angeschlagen über das Feld.
War zunächst noch ein Krampf vermutet worden, liegt bei Hakimi möglicherweise eine Verletzung vor, die eine Teilnahme am Rückspiel gegen die Bayern verhindern könnte. Laut RMC Sport ist sein Mitwirken im Halbfinal-Rückspiel am kommenden Mittwoch Stand jetzt ungewiss. Der Marokkaner muss sich im Laufe des Tages noch weiteren medizinischen Tests unterziehen. Sollte sich dann eine Zerrung oder gar ein Muskelfaserriss als Diagnose herausstellen, wäre die Bayern-Partie wohl unerreichbar.
Vor Hakimi hatte Nuno Mendes Probleme und musste angeschlagen ausgewechselt werden. Der Portugiese wird laut RMC Sport im Rückspiel aber zur Verfügung stehen. Bereits vor dem Hinspiel hatten Hakimi, Mendes und Vitinha mit Verletzungssorgen zu kämpfen, wurden aber allesamt rechtzeitig fit.
PSG mit Rechtsverteidiger-Engpass: Muss Enrique experimentieren?
Für Paris wäre es elementar wichtig, dass es sich für Hakimi mit dem Bayern-Spiel ausgeht. Der Ex-Dortmunder ist nicht nur einer der besten Rechtsverteidiger der Welt, sondern tatsächlich auch der einzige gelernte Rechtsverteidiger im PSG-Kader. Ein Ausfall würde Luis Enrique wohl vor größere Probleme stellen.
Als Hakimi in der laufenden Saison aufgrund einer Knöchelverletzung länger pausieren musste, setzte Enrique fast immer auf Warren Zaïre-Emery als Rechtsverteidiger. Der junge Franzose ist eigentlich ein gelernter Mittelfeldspieler und hat auch im Hinspiel gegen die Bayern im Mittelfeld agiert. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Youngster im Falle des Falles auf die Rechtsverteidiger-Position rücken würde. Den Platz im Mittelfeld könnte beispielsweise Fabian Ruiz einnehmen.
Klar ist aber auch, dass Zaïre-Emery kein gelernter Abwehrspieler ist, was gegen die offensivstarken Bayern zum Problem werden könnte. Nicht ausgeschlossen also, dass Enrique zum Beispiel lieber auf Ex-Bayern-Profi Lucas Hernández setzt, selbst wenn dieser eigentlich ein linker Innenverteidiger oder Linksverteidiger ist. Zudem wäre Ilya Zabarnyi eine Option, der zwar normalerweise in der Innenverteidigung spielt, aber zumindest ein Rechtsfuß ist.
Weitere Champions-League-News lesen:
