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WM ohne Salah, Haaland und Co: Diese Stars haben das Ticket nach Katar verpasst

Dominik Hager
Bei der WM werden einige Stars wie Mohamed Salah fehlen
Bei der WM werden einige Stars wie Mohamed Salah fehlen / CHRISTOPHE SIMON/GettyImages
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Die Fußball-WM sucht nicht nur die derzeit stärkste Nation, sondern vereint die besten Spieler des Planeten. Zumindest wäre dies der Traum aller Fußball-Fans. Eine ganze Reihe an Weltstars wird das Turnier leider vor dem Fernseher betrachten müssen. Wir sehen uns an, welche Spieler im wahrsten Sinne des Wortes in die Röhre schauen.


1. TW: Jan Oblak (Slowenien)

Jan Oblak
Angel Martinez/GettyImages

Nicht nur Gianluigi Donnarumma hat die WM-Endrunde verpasst, sondern auch ein anderer ganz Großer seiner Zunft. Die Rede ist vom Slowenen Jan Oblak, der seit Jahren überragende Leistungen bei Atlético Madrid zeigt.

Der reaktionsstarke Schlussmann wurde unter anderem zweimal zum Champions-League-Torwart der Saison gewählt und landete bei der Welttorhüter-Abstimmung 2020 auf dem dritten Rang. An ihm dürfte es nicht gelegen haben, dass die Slowenen mal wieder nicht dabei sind.

2. RIV: Milan Skriniar (Slowakei)

Milan Skriniar
Giuseppe Bellini/GettyImages

Der große und robuste Innenverteidiger gehört schon seit vielen Jahren zu den stärksten Abwehrspielern der Serie A und gilt bei Inter Mailand als unersetzlich. Das ist er zwar zweifellos auch im Nationalteam, jedoch reichte es für die Slowakei auch mit dem Champions-League-erfahrenen Abwehr-Hüne nicht für die WM-Endrunde.

3. IV: Leonardo Bonucci (Italien)

Leonardo Bonucci
Claudio Villa/GettyImages

Was wäre gewesen, wenn...? Diese Frage stellt sich vermutlich auch Leonardo Bonucci, der beim Play-off-Debakel gegen Nordmazedonien aufgrund einer Wadenverletzung gefehlt hatte.

Der 115-malige Nationalspieler war vor knapp einem Jahr noch einer der absoluten Garanten für den EM-Titel und steht in einer Reihe mit italienischen Abwehr-Legenden wie Maldini und Cannavaro. Den 34-Jährigen bei der WM nicht zu sehen, ist nicht nur für Italien-Sympathisanten besonders schmerzhaft.

4. LIV: David Alaba (Österreich)

David Alaba
Ryan Pierse/GettyImages

David Alaba ist es als Ex-Münchner und derzeitiger Real-Profi gewohnt, ganz oben im Konzert der Großen mitzuspielen und konnte bereits zweimal die Champions League gewinnen. Umso heftiger ist jedoch der Aufprall, wenn es in die Länderspiele geht.

Trotz einiger guter Kicker gelingt es der Alpenrepublik regelmäßig nicht, sich für eine WM zu qualifizieren. Selbst der Star der Truppe, David Alaba, hat es nie so recht geschafft, die Österreicher entscheidend nach vorne zu bringen.

5. ZDM: Marco Verratti (Italien)

Marco Verratti
Tullio M. Puglia/GettyImages

Der PSG-Star gehört zu den spielstärksten Mittelfeldspielern der Welt und ist zudem giftig in der Zweikampfführung. Diese Fähigkeiten verbinden nur wenige Kicker auf der Welt derart gut wie der 29-Jährige.

Leider ist es aber auch dem kreativen Kopf der Italiener nicht gelungen, gegen Nordmazedonien eine Lücke zu finden. Demnach werden wir einen der visiertesten Mittelfeldspieler in Europa leider nicht bei der WM sehen.

6. ZDM: Jorginho (Italien)

Jorginho
Soccrates Images/GettyImages

An Jorginho scheiden sich bekanntlich die Geister. Nach der Spielzeit 2020/21, die der Italiener mit dem CL-Sieg und dem EM-Titel beendete, wurde er überraschend sogar zu Europas Fußballer des Jahres gekürt.

Diese Verleihung wird für den Mittelfeldspieler jedoch ein einmaliges Erlebnis bleiben. Der Chelsea-Star wurde zur tragischen Figur der WM-Qualifikation. Hätte er die beiden Elfmeter in der Gruppenphase gegen die Schweiz getroffen, wären die Italiener so gut wie sicher vorzeitig qualifiziert zu werden. Jorginho erklärte kürzlich, dass er seine "Fehlschüsse niemals vergessen" werde. So eng liegen Freud und Leid im Fußball zusammen.

7. ZM: Franck Kessié (Elfenbeinküste)

Franck Kessie
Sebastian Frej/MB Media/GettyImages

Franck Kessié ist der Mittelfeld-Motor beim AC Mailand und steht vermutlich vor einem Wechsel zum FC Barcelona. Mit seiner Dynamik, Zweikampfstärke, Passsicherheit und Leader-Fähigkeit bringt er alles mit, was ein Mittelfeldspieler benötigt.

Trotz allem hat er es nicht geschafft, mit dem eigentlich sehr starken Team aus der Elfenbeinküste eines der fünf begehrten WM-Tickets zu lösen.

8. RA: Mohamed Salah (Ägypten)

Mohamed Salah
Getty Images/GettyImages

Der Ägypter wurde zum tragischen Helden beim finalen Play-off-Spiel gegen Senegal. Ausgerechnet der beste Spieler des Kontinents hatte als erster Schütze die Nerven nicht beisammen. Vielleicht wurde er auch von den überdimensional verwendeten Laser-Pointer irritiert.

Schade ist es allemal, dass der Liverpool-Star in Katar nicht dabei ist. Es wird jedenfalls kaum einer bezweifeln, dass Salah einer der besten Offensivspieler des Planeten ist. Ansonsten hilft ein Blick in die Statistiken.

9. LA: Riyad Mahrez (Algerien)

Riyad Mahrez
Mike Hewitt/GettyImages

Der 31-jährige Algerier zählt definitiv zu den prägenden Premier-League-Flügelstürmer der vergangenen Jahre. Der Linksfuß fühlt sich zwar insbesondere auf der rechten Seite zu Hause, wo er nach innen ziehen und selbst den Abschluss suchen kann, ist aber auch auf der linken Seite ein grandioser Spieler.

Mahrez hat für Leicester City und Manchester City 357 Spiele absolviert und 191 Scorer geliefert. Ohne dem 74-maligen Nationalspieler Algeriens wird in Katar allen Freunden des Offensivfußballs etwas abgehen.

10. A: Erling Haaland (Norwegen)

Erling Haaland
Dean Mouhtaropoulos/GettyImages

Das norwegische Team verfügt eigentlich über einige starke und hungrige Spieler. Trotz allem enttäuschten die Wikinger in der Qualifikation komplett und müssen die WM aus der Ferne beobachten.

Daran konnte auch Erling Haaland nichts ändern, der aktuell der wohl begehrteste Mittelstürmer der Erde ist. Mit seiner Athletik, Schussstärke und Torgefahr lässt sich der BVB-Star normalerweise von nichts und niemandem aufhalten.

11. A: Zlatan Ibrahimović (Schweden)

Zlatan Ibrahimović
Enrico Locci/GettyImages

Im Duell der Stürmer-Stars zog Zlatan Ibrahimović mit seinen Schweden den Kürzeren gegen Robert Lewandowski und den Polen.

Damit fehlt nicht nur ein großer Lautsprecher und der vielleicht selbstbewussteste Spieler überhaupt, sondern auch einer der besten Stürmer seiner Zeit. Der 40-Jährige wird demnach nicht mehr auf Weltmeisterschaftsebene zu sehen sein. Selbst wenn der Schwede steif und fest das Gegenteil behaupten würde, setzt auch ihm die Biologie irgendwann Grenzen. Schade, bei der WM 2022 hätte er durchaus noch mal brillieren können.

Die Aufstellung der fehlenden Stars im Überblick:

Oblak - Skriniar, Bonucci, Alaba - Veratti, Jorginho - Kessié - Salah, Mahrez - Haaland, Ibrahimović

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