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Bayern München

Wird Hansi Flick neuer Bundestrainer? "Ist keine Zeit für Spekulationen"

Jan Kupitz
Wird Hansi Flick der neue Bundestrainer?
Wird Hansi Flick der neue Bundestrainer? / Alexander Hassenstein/Getty Images
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Seit der Rücktritts-Ankündigung von Jogi Löw rätselt ganz Fußball-Deutschland, wer ab Sommer der neue Bundestrainer wird. Jürgen Klopp, für viele deutsche Anhänger die absolute Wunschlösung, hat bereits klipp und klar mitgeteilt, dass er nicht zur Verfügung stehen wird. Bei Hansi Flick hört sich das allerdings nicht ganz so deutlich an.


Auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Werder Bremen äußerte sich Bayern-Coach Hansi Flick natürlich auch zu den Spekulationen rund um einen möglichen Job als Bundestrainer. Der 56-Jährige betonte (via tz), dass er in seiner Zeit als Co-Trainer beim DFB "gerade mit Jogi Löw an der Spitze eine tolle und erfolgreiche Zeit hatte".

Doch auch beim FC Bayern habe er aktuell eine Top-Mannschaft "und die Arbeit mit dem Staff macht mir viel Spaß. Deswegen ist es so, dass ich mich nicht um die Dinge kümmere, die außenrum sind. Ich möchte beim FC Bayern arbeiten und Titel gewinnen. Auch der Verein erwartet, dass ich mich zu hundert Prozent auf den FC Bayern konzentriere. Deswegen glaube ich, ist es keine Zeit, über meine Zukunft zu spekulieren."

Joachim Löw, Hansi Flick
Flick und Löw feierten beim DFB einige Erfolge / Pool/Getty Images

Auf die konkrete Nachfrage, ob er es denn ausschließen könne, dass er einen Posten beim DFB annehmen würde, wollte sich Flick allerdings nicht abschließen festlegen (via Bild): "Ich möchte mich dazu nicht äußern!"

Flick interessiert "das Hier und Jetzt"

Sorgen, dass die vielen Gerüchte Einfluss auf den sportlichen Erfolg seines Teams haben könnten, hat Flick dagegen nicht. Der Bayern-Coach betonte, dass es zu Beginn seiner Zeit als Chefcoach deutlich unruhiger war - schließlich war der 56-Jährige nach dem Aus von Niko Kovac zunächst nur als Interimstrainer beschäftigt, dann bis zum Sommer, ehe ihm ein langfristiger Vertrag angeboten wurde. "Mich interessiert weder die Vergangenheit noch die Zukunft, sondern das Hier und Jetzt. Während meiner Zeit hier waren Pocchettino, ten Hag oder auch Tuchel im Gespräch und am Ende haben wir sechs Titel geholt", bleibt Flick gelassen.

Ein Grund, warum über einen Wechsel von Flick spekuliert wurde, ist das immer wieder thematisierte Verhältnis zu Sportvorstand Hasan Salihamidzic, das ziemlich angespannt sein soll. Auch der kicker hatte erst am Donnerstag erneut berichtet, dass sich das Duo in einigen Personalthemen uneins und es daher möglich sei, dass Flick die Münchener verlassen könnte.

Die Spannungen zu Brazzo spielte Bayerns Chefcoach jedoch gekonnt herunter: "In einer Ehe und Partnerschaft kommt es immer zu Unstimmigkeiten, wir sind beide hier angestellt und müssen die Entscheidungen zum Wohl des Vereins treffen. Es ist eine ganz normale Zusammenarbeit, in der nicht immer Einigkeit herrscht. Aber ich sehe nichts, was uns in der Zusammenarbeit stören könnte."

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