Wie Christoph Kramer über seine WM-Chancen denkt

Jan Kupitz
Christoph Kramer
Christoph Kramer / Alex Grimm/GettyImages
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Christoph Kramer steht im vorläufigen WM-Kader von Hansi Flick. An eine Teilnahme am Turnier in Katar glaubt der Gladbach-Profi aber nicht.


Nach einer schwierigen Saison unter Adi Hütter hat Christoph Kramer in der aktuellen Saison wieder zu seiner Top-Form gefunden. Egal ob im Abwehrzentrum, auf seiner angesammten Position im zentralen Mittelfeld oder sogar als hängende Spitze: Der 31-Jährige liefert ab!

Aufgrund seiner sehenswerten Leistungen wurden in den vergangenen Wochen die Rufe nach einer WM-Nominierung für Kramer immer lauter. Tatsächlich scheint der Gladbacher - zumindest theoretische - Chancen zu haben, in Katar dabei zu sein. Wie die Bild in der vergangenen Woche berichtete, gehört Kramer nämlich zum vorläufigen Aufgebot von Hansi Flick, der bei der FIFA bis zu 55 Akteure melden durfte bzw. musste.

Da jedoch schlussendlich nur 26 Spieler mit nach Katar fliegen können, wird es noch viele Streichungen geben. Kramer glaubt, dass er auch zu denjenigen gehören wird, die es am Ende nicht schaffen.

"Ich liebe die Medien dafür, dass sie mich da gerade so ein bisschen hinsingen und auf diesen Listen sehen", erklärte er im Gespräch mit Sky.  "Ich bin mir leider sehr sicher, dass es nicht reichen wird - was ich total schade finde. Aber aus purem Realismus glaube ich es nicht."

Wahrscheinlich wird Kramer während der WM somit seiner angedachten Rolle als Experte im ZDF nachgehen. Sollte Flick sich aber doch für den Gladbacher entscheiden, würde er seinen Job im TV sofort aufgeben. "Zu 100 Prozent", betonte der Mittelfeldspieler. "Es gibt nichts Größeres, als für sein Land zu spielen."

Für das DFB-Team bestritt Kramer bislang zwölf Länderspiele - unter anderem im WM-Finale 2014 gegen Argentinien, wo er aber aufgrund einer Kopfverletzung bereits nach einer halben Stunde ausgewechselt werden musste. Kramers letzter Einsatz für die Nationalmannschaft liegt bereits einige Jahre zurück: Im März 2016 war er zuletzt im Trikot mit dem Bundesadler unterwegs.


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