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Bayern München

Trotz Widerstand der Fans: Bayern-Führung steht hinter Hasan Salihamidzic

Simon Zimmermann
Viele FCB-Fans wollen Hasan Salihamidzic nicht mehr im Klub haben
Viele FCB-Fans wollen Hasan Salihamidzic nicht mehr im Klub haben / Martin Rose/Getty Images
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Geht es nach den Fans, sollte Hansi Flick Bayern-Trainer bleiben - und Hasan Salihamidzic vor die Tür gesetzt werden. Der Widerstand der Anhänger gegen den Sportvorstand wächst deutlich. Intern sieht das aber anders aus. Der Aufsichtsrat steht hinter Brazzo!


Nach dem angekündigten Rückzug von Hansi Flick als Trainer des FC Bayern wächst - zumindest von außen - der Druck auf Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Die Dauer-Fehde zwischen Flick und Brazzo gilt als Hauptgrund für den Wunsch des Noch-Trainers, den Rekordmeister am Saisonende verlassen zu wollen.

Die Fans nahmen diese Nachricht alles andere als gut auf. Schließlich war der Rekordmeister in der kurzen Ära von Flick so erfolgreich wie nie in der Geschichte des Klubs. Sechs Titel, eine spektakuläre Spielweise und eine Mannschaft, die wieder an einem Strang zieht: Flicks Verdienste für den FC Bayern sind groß und werden von den Anhängern extrem wertgeschätzt.

Nicht ganz so groß ist die Wertschätzung gegenüber Salihamidzic, der vom Sportdirektor zum -vorstand aufstieg. Immer wieder gibt es herbe Kritik an seinen öffentlichen Auftritten. Nicht zuletzt ist die teils mangelhafte Kaderplanung ein Hauptkritikpunkt an der Arbeit von Brazzo. Ein Punkt, an dem das Verhältnis zu Flick offenbar in die Brüche ging.

Von einigen Fans wurde nun sogar eine Petition gestartet, die - Stand jetzt (Mittwoch, 9.45 Uhr) - bereits knapp 58.000 Unterschriften gesammelt hat. Mit dem klaren Ziel, Salihamidzic loszuwerden.

Aufsichtsrat steht hinter Salihamidzic

Klubintern sieht das aber anders aus: Salihamidzic, der in Hoeneß seinen größten Befürworter hinter sich weiß, steht nicht zur Debatte. Wie die Sportbild berichtet, habe sich der Aufsichtsrat in der vergangenen Woche zwar kurz über den Sportvorstand besprochen, dabei aber seinen Rückhalt für Salihamidzic zum Ausdruck gebracht. Beim FC Bayern bestimmt der Aufsichtsrat die Besetzung der Vorstände. Präsident Herbert Hainer und Ehren-Präsident Uli Hoeneß sind Teil des Gremiums. Auch Hainer soll ein Unterstützer von Salihamidzic sein.

Aktuell kann sich Salihamidzic also als Gewinner der Flick-Causa sehen. Zumindest intern. Der Widerstand gegen den 44-Jährigen unter den Anhängern wächst aber - das ist deutlich spürbar. Es bleibt spannend, wie und wie lange man sich diesem Druck in der Führungsebene erwehren kann.

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