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Bayern München

Bayern-Fans starten Petition gegen Salihamidzic: Der öffentliche Druck wird größer!

Christian Gaul
Hasan Salihamidzic hat keinen Kredit mehr bei den Anhängern
Hasan Salihamidzic hat keinen Kredit mehr bei den Anhängern / Pool/Getty Images
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Nach der Verkündung von Hansi Flick, den FC Bayern trotz eines bis 2023 laufenden Vertrages schon im kommenden Sommer verlassen zu wollen, erreichte der Konflikt zwischen dem Trainer und dessen Sport-Vorstand Hasan Salihamidzic einen erneuten Höhepunkt. Die Anhänger des Rekordmeisters scheinen dabei klar auf der Seite Flicks zu stehen und starteten nun auch eine Petition, die einen Abschied von Salihamidzic fordert.


Die Luft für Hasan Salihamidzic wird immer dünner. Auch wenn man die internen Konflikte zwischen dem Sport-Vorstand des FC Bayern und Übungsleiter Hansi Flick nie in ihrer Gänze definieren können wird, scheint das Gerangel um Kompetenzen der Hauptauslöser für Flicks Entscheidung zu sein, öffentlich eine Auflösung seines noch zwei Jahre gültigen Arbeitspapieres zu erbeten.

Während dabei auch Flicks Intentionen zu diskutieren sind, scheinen sich die Anhänger des Rekordmeisters im Klaren zu sein, dass Salihamidzic die Wurzel des derzeitigen Übels ist. Mit einer am vergangenen Sonntag gestarteten Petition fordern die Initiatoren einen Rücktritt des Sport-Vorstands oder eine sofortige Enthebung durch den Aufsichtsrat.

27.000 und steigend - Mitgliederversammlung als Lösung?

Unter dem Titel "Pro Hansi Flick, Brazzo raus" sammelte die auf change.org laufende Petition bereits über 27.000 Unterschriften (Stand: Dienstag, 14.30 Uhr). In dem Statement der Initiatoren wird ein Abgang von Hasan Salihamidzic gefordert.

"Als Fans, Mitglieder, Fan Clubs und Supporter des Vereins, finden wir es inakzeptabel, wie mit dem weltbesten Trainer umgegangen wird! Er hat in einer schwierigen Situation die Position als Cheftrainer übernommen und das Maximum aus der Mannschaft geholt (6 Titel). Damit wird Hansi Flick immer ein Teil unserer Geschichtsbücher sein. Er, der in der Lage wäre, eine Ära zu prägen, erhält vom Vorstand keinerlei Rückendeckung, allen voran unser ungeliebter Sportvorstand meint, dass ein Trainer keine Mitsprache bei der Kaderplanung hat", wird die angenommene Sachlage klar umrissen.

Der Umgang mit Hansi Flick wird dabei ebenso kritisiert, wie die vermeintliche Inkompetenz des Sport-Vorstands Salihamidzic.

"Hingegen wird im Verein aktuell ein Sportvorstand unterstützt, der unserer Meinung nach seinen Job nicht kompetent und Bayern-würdig ausübt. Mit seiner Transferpolitik ist er nicht in der Lage, dem Trainer die bestmögliche Mannschaft für eine erfolgreiche Zielerreichung zur Verfügung zu stellen, noch dazu profiliert er sich nach Außen als der größte und beste Wohltäter und Sportdirektor", lässt man erkennen, wie wenig man von den Qualitäten Brazzos hält.

Hansi Flick, Hasan Salihamidzic
Titel schweißen scheinbar nicht zusammen / Alexander Hassenstein/Getty Images

Sollte Salihamidzic nicht zurücktreten und auch der Aufsichtsrat nicht eingreifen, wollen sich die Urheber darauf berufen, den Verein zum Handeln zu zwingen.

"Als Vereinsmitglieder bestehen wir auf unser Recht einer Mitgliederversammlung mit dem einzigen Tagespunkt 'Abstimmung über die Abberufung des Sportvorstands Hasan Salihamidzic'. Das ist die einzige Lösung zum Wohle des Vereins für eine erfolgreiche Zukunft. Hansi Flick als Trainer hat in 1,5 Jahren mehr bewirkt, als Hasan Salihamidzic in vier Jahren als Sportdirektor/Sportvorstand. Es ist unverantwortlich den Erfolg des Vereins leichtfertig zu verspielen, nur weil man am Sportvorstand weiter festhält und den Trainer vergrault", bringen die Anhänger ein außerplanmäßiges Treffen mit den Oberen ins Gespräch.

In verschiedensten Umfragen zur selben Thematik zeigten sich zuletzt meist mehr als 90 % der Teilnehmer an einer Weiterbeschäftigung von Flick und einer Entlassung von Salihamidzic interessiert. Gut möglich, dass die Petition in den nächsten Tagen - bei entsprechend gleichbleibendem Wachstum an Unterschriften - die Verantwortlichen zum Handeln zwingen wird.

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