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Werder Bremen

Darum wird Kyu-hyun Park bei Werder voll einschlagen

Jan Kupitz
Startet Kyu-hyun Park in der kommenden Saison durch?
Startet Kyu-hyun Park in der kommenden Saison durch? / Frederic Scheidemann/Getty Images
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Nachdem er zunächst zwei Jahre lang auf Leihbasis für den SV Werder Bremen aktiv war, durfte sich Kyu-hyun Park dieser Tage über einen permanenten Transfer zu den Grün-Weißen freuen. Rund 200.000 Euro legte Frank Baumann für den 20-Jährigen auf den Tisch, der in der kommenden Saison zu einer der positiven Überraschungen beim Absteiger werden könnte.

5 Gründe, warum Park in der kommenden Saison bei den Werder-Profis einschlagen wird:

1. Sprachkenntnisse

Um in einem fremden Land klarzukommen, ist es unabdingbar, auch die Sprache zu beherrschen. Man kommt wesentlich besser im Alltag und mit den Teamkollegen klar, versteht Kommandos und kann seine Mitspieler dirigieren. Daher ist es von immensen Vorteil, dass Park beim Erlernen der neuen Sprache sehr fleißig war.

"Er ist ein unheimlich intelligenter Junge, der sehr lernwillig ist und schnell Deutsch gelernt hat", bestätigte Clemens Fritz (via Deichstube) die Fortschritte des Südkoreaners.

2. Physisch zugelegt

Park hat seit seiner Ankunft in Bremen auch deutlich an Muskelmasse zugelegt und seinen Körperbau massiv verbessert. "Er hat sich im physischen und spielerischen Bereich sehr gut entwickelt", lobte Fritz den Youngster. "Er ist sehr ehrgeizig und legt Sonderschichten ein."

Ob das vor allem an den 14 rohen Eiern liegt, die er laut eigenen Angaben täglich zu sich nimmt? Kann gut sein. Klar ist jedenfalls, dass er im Zweikampf robuster wirkt und wesentlich mehr ausstrahlt. Mit der richtigen Physis wird es um einiges leichter, im deutschen Profifußball Fuß zu fassen.

3. Leistungsträger bei Werder II

Über welche Anlagen Park verfügt, konnte man in der abgelaufenen Saison - bis zur Corona-Unterbrechung - in der Regionalliga verfolgen. Der 20-Jährige war Leistungsträger bei Werder II und in jedem Spiel in der Startelf. Ein sehr gutes Bewerbungsschreiben, das dazu führte, dass Werder ihn fest verpflichtete.

4. Sprung in die 2. Liga nicht so groß

Nach dem Abstieg sind die Hanseaten nur in Liga zwei unterwegs - was für viele Fans ein Schock ist, könnte sich gerade für die Youngster wie Felix Agu oder eben Park als Glücksfall herausstellen. Im Unterhaus winkt den jungen Spielern deutlich mehr Spielzeit, für Trainer ist es leichter, sie dort regelmäßig aufzustellen als das in der großen Bundesliga der Fall wäre.

Der Sprung von der Regional- in die erste Liga wäre für Park ein großer gewesen. In die zweite Liga ist er dagegen nicht mehr so riesig.

5. Weniger Konkurrenz

Ein weiterer Pluspunkt für Park: Links hinten winkt deutlich weniger Konkurrenz. Ludwig Augustinsson, der in den letzten Jahren auf dieser Position unangefochten gesetzt war, wird den Verein mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit verlassen. Auch bei Marco Friedl, der dort notfalls aushelfen könnte, stehen die Zeichen auf Abschied.

Nur Neuzugang Anthony Jung, der gegebenenfalls aber im Zentrum ran muss, steht neben Park aktuell für diese Position zur Verfügung. Agu wird ziemlich sicher als Rechtsverteidiger gebraucht - sollte er überhaupt bei Werder bleiben. Auch beim 21-Jährigen deutete sich zuletzt ein Abschied an.

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