Werder Bremen

Verträge laufen aus - Kann Werder sein Top-Trio für die Zukunft halten?

Malte Henkevoß
Wohin geht der Weg von Miloš Veljković und seinen beiden Defensiv-Kollegen?
Wohin geht der Weg von Miloš Veljković und seinen beiden Defensiv-Kollegen? / Martin Rose/GettyImages
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Auch wenn Werder Bremen zum Ende des Jahres unter Neu-Trainer Ole Werner besser in die Spur gekommen ist, bleibt für die Zukunftsplanung eine Menge zu tun. Der Aufstieg ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit, die Konkurrenz um die ersten drei Plätze ist hoch. Und man will ja nicht der nächste HSV werden... Um das zu verhindern, müssen Leistungsträger jedoch auch leisten, was sie bisher oft taten. Doch drohen die Bremer, spätestens im Sommer drei wichtige Säulen des Teams zu verlieren.


Der Stand bei Keeper Jiří Pavlenka ist schon länger recht offensichtlich, der Tscheche gibt sich unzufrieden mit der Situation in Liga zwei. Der 29-Jährige verlor zwischendurch gar seinen Stammplatz im Tor von Werder, konnte sich aber zurück kämpfen.

Im Falle eines Nichtaufstiegs sollte es geradezu unmöglich sein, Pavlenka zu halten, der unlängst betont hatte, gern in der ersten Liga spielen zu wollen. Bei einem tatsächlichen Aufstieg hat die Nummer eins jedoch Gesprächsbereitschaft signalisiert. Nur ebendiesen kann man nur äußerst schwer vorher planen.

Zwei Abwehrstammkräfte ebenfalls im Fokus

Vor Pavlenka in der Defensive spielen die routinierten Miloš Veljković und Ömer Toprak, beide defensive Anker, die mit Top-Leistungen zu den besten ihrer Positionen in der Liga gehören.

Bei Toprak stehen immer mal wieder Verletzungen der stärkeren Konstanz im Wege. Der 32-Jährige verpasste in der Liga sieben von 18 Spielen, verpasste den ganzen Oktober mit Wadenproblemen. Wenn er fit ist, kann man auf Toprak bauen, egal ob in Liga eins oder zwei. Nur sind auch Verletzungen selten wirklich planbar. Daher ist fraglich, ob der türkische Nationalspieler, der aktuell einer der Gutverdiener von Werder ist, in Zukunft wieder zu diesen gehören sollte.

Miloš Veljković hat sich defensiv ebenfalls in den Fokus gespielt, nicht mal nur bei Werder sondern auch in der serbischen Nationalmannschaft, die Veljković mit zur WM 2022 nach Katar führte. Die Vertragssituation des 26-Jährigen ist jedoch komplex. Da besagte Weltmeisterschaft dieses Jahr erst im Winter gespielt wird, muss er sich bereits vorher für einen neuen Vertrag und/oder Arbeitgeber entscheiden.

Große Aufgaben kommen damit auf Clemens Fritz, den Leiter der Fußballabteilung Werders zu. In allen drei Fällen gibt es etwaige Schwierigkeiten und externe Dinge, welche Verhandlungen erschweren. Des Weiteren ist sich Fritz über die Situation bewusst, sagt im kicker: "Wir sind nach wie vor in der 2. Liga und die Planung Richtung Sommer ist nicht so einfach". Wenn die Leistungen jedoch stimmen sollten und im Januar noch ein paar Plätze gutgemacht werden können, ist Potenzial da, alle drei in Grün-Weiß zu behalten.

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