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Werder Bremen

Bremen plant für Liga zwei: Veljkovic vor Abschied - Agu soll bleiben

Dominik Hager
Milos Veljkovic wird die Werderaner wohl verlassen.
Milos Veljkovic wird die Werderaner wohl verlassen. / Pool/Getty Images
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Der bittere Gang in die 2. Liga hinterlässt meistens tiefe Spuren im Kader. Dies ist auch oft notwendig, zumal sich die Absteiger einen teuren Kader nicht mehr leisten können. Daher wird auch der SV Werder in der Sommerpause den ein oder anderen Spieler abgeben müssen und mit neuen Gesichtern in die Mission Wiederaufstieg starten.


Nicht jeder Profi der absteigt, will sich mit einer Zukunft in der 2. Liga auseinandersetzen. Bremens Verteidiger Milos Veljkovic gehört laut Bild-Informationen zu genau dieser Kategorie. Der 25-Jährige steht demnach, ein Jahr vor seinem Vertragsende in Bremen, vor dem Abschied.

Derzeit soll eine ganze Reihe an französischen Klubs am Innenverteidiger interessiert sein. Dabei handelt es sich sogar von namenhaften Klubs wie Olympique Lyon, Olympique Marseille und Stade Rennes. Einige Gespräche sollen schon recht konkret sein.

Veljkovic in die Ligue 1? Noch hakt es an der Ablöse

Ein Verkauf hängt Stand heute jedoch noch an der Ablöse. Nach Bild-Angaben verlangt Werder Bremen zu viel für Veljkovic und blockiert einen schnellen Abgang. Demnach müsste der Klub mit seinen Forderungen runtergehen, um die Klubs zu einem Deal zu bewegen.

Mit einem Marktwert von 4,5 Millionen Euro (transfermarkt.de) gehört der Abwehrspieler zu den wertvollsten Bremern. Ein Verkauf würde sich durchaus lohnen, zumal der Akteur nur noch bis 2022 Vertrag hat und Geld in den sehr dürftig gefüllten Bremer Geldbeutel bringen könnte. Die Werderaner könnten dieses Geld insbesondere für einen guten Knipser gebrauchen, der in Liga zwei gegen die oft tief stehenden Gegner nötig sein wird.

Allerdings müsste in der Innenverteidigung wohl Ersatz her, weil lediglich Marco Friedl, Christian Groß und Ömer Toprak noch im Kader stehen. Wie groß die qualitative Lücke ist, die der Spieler hinterlässt, ist schwer abzusehen. Der Serbe absolvierte in der abgelaufenen Saison 23 Spiele, überzeugte dabei aber auch nur selten.

Wechselwunsch von Felix Agu bleibt wohl unerfüllt

Felix Agu
Felix Agu soll gehalten werden. / Stuart Franklin/Getty Images

Bei Außenverteidiger Felix Agu sieht es hingegen derzeit eher nach einem Verbleib aus. Zwar möchte der 21-Jährige am liebsten auch erstklassig spielen und hat diesen Wunsch laut Kicker-Angaben auch gegenüber Frank Baumann geäußert, jedoch hat der Klub nur wenig Interesse daran, eines der wenigen Talente ziehen zu lassen.

Wenn erste Liga, dann mit Werder - zwar nicht jetzt, aber in einem Jahr wieder, lautet die Devise von Baumann. Prinzipiell hat er jedoch Verständnis dafür, dass der Youngster "höhere Ambitionen" hat.

"Dass Felix grundsätzlich erstklassig spielen möchte, ist ganz normal, aber wir gehen ganz fest davon aus, dass er bei uns bleibt und dann können wir gemeinsam daran arbeiten, dass wir schnellstmöglich wieder erstklassig spielen", führt die Werder-Legende aus.

Der Wechselwunsch von Agu könnte aber auch was mit der für ihn eher unbefriedigenden letzten Spielzeit zu tun haben. Der U21-Nationalspieler saß häufig auf der Bank und durfte lediglich 15 Spiele und 694 Minuten absolvieren. Dem Spieler sollen derzeit Angebote aus der Bundesliga und der Premier League vorliegen.

Für Agu könnte jedoch ein Verbleib durchaus Sinn machen, zumal Theo Gebre Selassie den Klub verlassen hat und Ludwig Augustinsson laut Kicker-Berichten ebenfalls einen Abschied anvisiert. Agu ist auf beiden Seiten einsetzbar und hätte damit gleich doppelt gute Chancen zu spielen und sich als wichtiger Spieler weiterzuentwickeln.

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