Werder Bremen

Baumann lässt Füllkrug-Rückkehr offen und verteidigt Anfang

Jan Kupitz
Frank Baumann
Frank Baumann / Martin Rose/GettyImages
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Frank Baumann lässt offen, ob Niclas Füllkrug nach seiner Denkpause in den Kader des SV Werder Bremen zurückkehren wird. Cheftrainer Markus Anfang erhält dagegen die volle Rückendeckung.


Die Stimmung am Osterdeich wird ungemütlicher! Nach der deutlichen 0:3-Pleite gegen den SV Darmstadt waren Niclas Füllkrug und Clemens Fritz aneinander geraten. Der Angreifer soll laut Vereinsangaben "mehrfach ausfällig" geworden sein, weshalb er zunächst für drei Tage vom Trainingsbetrieb suspendiert wurde.

Füllkrug muss zum Rapport

Zwar hat sich 'Lücke' bereits in aller Form für sein Verhalten entschuldigt, doch gleichbedeutend mit seiner Rückkehr ins Team ist die Entschuldigung längst nicht. Laut Angaben der Bild muss Füllkrug, der zudem eine stattliche Geldstrafe erhielt, am Donnerstag zum Rapport bei den Werder-Bossen erscheinen. Erst danach will man am Osterdeich entscheiden, ob der Angreifer die richtigen Lehren aus der Denkpause gezogen hat.

"Wenn wir das Gefühl haben, dass die Einsicht da ist, gibt es für uns auch keinen Grund, nicht mit Niclas weiterzumachen. Wenn wir das nicht spüren und das nicht deutlich genug ist, macht das keinen Sinn", stellte Frank Baumann klar. "Dann müssen wir reagieren. Wie das dann aussehen wird, werden wir morgen besprechen."

Sollte Füllkrug ehrliche Reue zeigen, könnte er am kommenden Wochenende gegen den SV Sandhausen (Sonntag, 13:30 Uhr) bereits wieder im Kader stehen. "Wenn das alles so läuft, wie wir uns das wünschen, wird er Bestandteil der Mannschaft sein", bestätigte Baumann.

Neben Füllkrugs Aussetzer sorgte auch ein Medienbericht der Deichstube für Unruhe bei Grün-Weiß. Das Portal hatte berichtet, dass der Frust im Team wachse und erste Spannungen zu Chefcoach Markus Anfang, der ob seines Festhaltens am 4-3-3-System als "zu stur" bezeichnet wurde, entstehen.

Markus Anfang
Markus Anfang steht bei Werder nicht zur Disposition / Martin Rose/GettyImages

Diese angeblichen Probleme wurden von Baumann als "abenteuerlich" bezeichnet. Der Geschäftsführer bezeichnete den Zeitpunkt der Trainerdiskussion als "völligen Quatsch" und "überhaupt nicht gerechtfertigt". Baumann betonte (via dpa), "dass ich aus voller Überzeugung Markus schützen werde, weil er eine sehr gute Arbeit macht."

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