Pavlenka bleibt wohl die Nummer eins in Bremen: Was passiert dahinter?

Jiri Pavlenka möchte wohl im Werder-Kasten bleiben: Doch wer wird die Nummer 2?
Jiri Pavlenka möchte wohl im Werder-Kasten bleiben: Doch wer wird die Nummer 2? / INA FASSBENDER/Getty Images
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Der SV Werder hat ein Torwart-Problem. Allerdings liegt das nicht etwa an zu wenig Personal, sondern an zu vielen Männern zwischen den Pfosten. Stand heute befinden sich mit Jiri Pavlenka, Michael Zetterer, Luca Plogmann, Eduardo dos Santos Haesler und Stefanos Kapino zur neuen Saison fünf Keeper im Kader des Absteigers. Selbstredend zu viele, zumal der Klub ohnehin erhebliche finanzielle Probleme hat.


Für Frank Baumann und Co. gibt es derzeit viel zu tun. Nach dem Abstieg in die 2.Liga wird es auf allen Positionen Veränderungen geben. Wichtig wäre es jedenfalls, mit Jiri Pavlenka die klare Nummer eins und einen erfahrenen Führungsspieler halten zu können. Derzeit ist die Ausgangslage hierfür auch recht vielversprechend.

Laut Angaben der Sport Bild hat der Tscheche zwar eine Anfrage eines Premier-League-Klubs vorliegen, hegt jedoch keine Ambitionen dorthin zu wechseln. Demnach sieht derzeit alles danach aus, als strebe der Werder-Keeper den Wiederaufstieg mit Bremen an. Allerdings könnte der Klub dann keinen finanziellen Profit mehr aus dem hochveranlagten Keeper erzielen.

Alles offen im Werder-Tor: Vier Kandidaten, vier ungewisse Zukünfte

Unklar ist jedoch noch, wer die klare Nummer eins vertreten soll. Eine Option wäre der 21-Jährige Luca Plogmann. Der junge Schlussmann wurde im letzten Sommer nach Meppen verliehen, wo er zu Saisonbeginn als Nummer eins agierte. Allerdings zog er sich Ende Oktober im Rahmen eines Einsatzes einen Patellasehnenriss zu, weshalb er seitdem kein Pflichtspiel mehr bestreiten konnte.

Plogmann gilt in Bremen als großes Talent und hat bereits vier Einsätze in der deutschen U-19-Nationalmannschaft hinter sich gebracht. Nach seinem vorzeitigen Leih-Ende trainierte der Keeper bei der U23 der Werderaner mit und versuchte sich in Position zu bringen.

"Luca ist fit, das Knie hält. In den nächsten Wochen muss Luca natürlich beweisen, dass wirklich alles okay ist," schildert Berater Michael Hoffmann den Stand der Dinge im Gespräch mit dem Bremer Portal Deichstube.

Dieser stellt zudem klar, dass es eine weitere Leihe nicht geben wird. "Wenn Luca fit ist, dann sehe ich ihn als Nummer zwei bei Werder. Der Verein hat viele Jahre lang sehr viel Geld in Luca investiert. Wenn jetzt nicht auf ihn gesetzt wird, dann muss man wohl getrennte Wege gehen", verdeutlicht er.

Luca Plogmann
Luca Plogmann will die Nummer zwei im Bremer Kasten werden. / Christof Koepsel/Getty Images

Allerdings müsste er sich dabei gegen Michael Zetterer, Eduardo dos Santos Haesler und Stefanos Kapino durchsetzen. Letzterer absolvierte die letzte Halbserie beim SV Sandhausen und kehrt immerhin mit Spielpraxis nach Bremen zurück.

Zuletzt wurde der neunmalige griechische Nationalspieler mit Union Berlin in Verbindung gebracht. Allerdings hat der Tabellensiebte der abgelaufenen Saison laut Bild-Informationen Abstand von einer Verpflichtung genommen.

Der 27-Jährige besitzt noch einen Vertrag bis 2022. Voraussichtlich wäre er auch die zuverlässigste Vertretung von Pavlenka, jedoch würde der Spieler mit Sicherheit einen Wechsel favorisieren, sollte sich woanders eine bessere Perspektive ergeben.

Stefanos Kapino
Stefanos Kapino will auch in der nächsten Saison auf dem Platz stehen. / Alexander Scheuber/Getty Images

Eine weitere Option für die Nummer-2-Rolle wäre auch weiterhin Michael Zetterer. Der 25-Jährige saß nach seiner überstandenen Ellenbogenverletzung meist als Pavlenka-Ersatz auf der Bank.

Sollte der Tscheche doch noch wechseln, würden Zetterer und Kapino wohl zunächst um den Stammplatz kämpfen. Ansonsten könnten beide Ersatztorhüter das Weite suchen und Plogmann zur Nummer zwei machen.

Eduardo dos Santos Haesler wird, wie in der vergangenen Saison, wohl nicht über eine Nummer-3-Rolle hinauskommen. Hier könnte sich, je nach Entwicklung der Torhüter-Situation, auch noch ein Wechsel anbahnen.