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Werder Bremen

Füllkrug will bei Werder bleiben - aber darf er auch?

Stefan Janssen
Niclas Füllkrug.
Niclas Füllkrug. / Lars Baron/Getty Images
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Werder Bremen muss nach dem Abstieg aus der Bundesliga noch mehr sparen als sonst und braucht dringend Transfer-Erlöse. Deshalb könnte auch Niclas Füllkrug gehen müssen - doch der will eigentlich bleiben.


Niclas Füllkrug ist glücklich mit dem neuen Trainer und dem neuen System des SV Werder Bremen. "Es ist ein richtiger Neuner vorne drin gefragt. Man spielt mit zwei Flügeln, die einen bedienen können. Man spielt mit zwei Zehnern dahinter, die einen auch bedienen können. Das kann natürlich für einen Stürmer schon richtig Spaß machen", erklärte er nach dem 7:0-Testspielsieg gegen BW Lohne, bei dem er traf (via Deichstube).

"Der neue Trainer hat beeindruckende Ideen, die einem auf jeden Fall das Gefühl geben, dass es klappen kann und dass es gut funktioniert. Deswegen hat man dann auch Lust darauf. Er hat viele Erfolge vorzuweisen", sagte der Stürmer zudem. Damit meint er sicher auch die Tatsache, dass Markus Anfang in seiner Zweitliga-Karriere als Trainer immer den Torschützenkönig stellte.

Keine Planungssicherheit in Bremen

Doch ob Füllkrug antreten darf, um diese Serie fortzuführen, steht in den Sternen. "Dieses Jahr gibt es keine Planungssicherheit bei Werder Bremen – in ganz vielen Bereichen. Ich glaube, dass das dieses Mal bei vielen Spielern nicht nur einseitig ist, sondern beidseitig", erklärte Füllkrug. Denn: Werder muss Geld durch Spielerverkäufe einnehmen, die elf Millionen von Milot Rashica reichen nicht.

Bei transfermarkt wird Füllkrug auf vier Millionen Euro Marktwert geschätzt. Geld, das Werder gut gebrauchen könnte. "Vielleicht werden die Entscheidungen auch ganz woanders getroffen", sagte der 28-Jährige weiter. "Wir genießen natürlich irgendwo auch noch die Zeit miteinander, weil man weiß, dass sie eventuell bald vorbei ist – zumindest für einige." Eine Riesenrolle spiele das in der Kabine aber nicht.

Wiederaufbau vor Wiederaufstieg

Neben Füllkrug gibt es bei Werder noch einige weitere Verkaufskandidaten, zum Beispiel Josh Sargent, Marco Friedl oder Ludwig Augustinsson, der seinen Wunsch nach seinem Wechsel bereits öffentlich bekräftigt hat. Füllkrug: "Wir wissen doch alle, dass wir noch Abgänge haben werden, da gehe ich zumindest von aus."

Der aktuelle Kader der Bremer hat deshalb noch keine große Aussagekraft und steht wohl noch lange nicht - dabei sind es nur noch knapp vier Wochen bis zum Saisonstart in der 2. Bundesliga gegen Hannover 96. "Wiederaufbau vor Wiederaufstieg", betonte Anfang bei seiner Vorstellung in Bremen - und wusste offenbar genau, wovon er sprach.

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