Werder Bremen

Die Erkenntnisse zum Werder-Remis gegen den FC Ingolstadt

SV Werder Bremen
SV Werder Bremen / Joern Pollex/GettyImages
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Werders achter Sieg in Folge ist ausgeblieben. Beim 1:1-Unentschieden gegen den FC Ingolstadt am Samstagnachmittag taten sich die phasenweise starken Bremer gegen die tiefstehenden, aber durchaus mutigen Bayern schwer. Hier gibt‘s einige Erkenntnisse zur Partie.

1. Werder ist nicht auf ewig unbesiegbar

Dass die lange Siegesserie irgendwann reißen würde, war klar. Dass es ausgerechnet in dem Spiel passierte, in das Werder als haushoher Favorit reinging und Ole Werner auch noch den Rekord von Otto Rehhagel mit acht Siegen aus den ersten acht Spielen brechen konnte, ist natürlich bitter. Aber kein Beinbruch. Die Bremer sind weiter ungeschlagen (sieben Siege, ein Remis) und können die Serie in den nächsten Wochen ausbauen.

2. Zu viele Chancen werden liegen gelassen

23 Torschüsse, aber nur ein Tor. Werder hat gegen den FCI einfach zu viele Chancen liegen gelassen. Klar, einmal rettete ein Gegenspieler gegen Marvin Ducksch auf der Linie, einmal war die Latte im Weg. Gegen Christian Groß und Anthony Jung parierte Ingolstadts Schlussmann Dejan Stojanovic stark. Aber ansonsten waren die Bremer nicht kaltschnäuzig genug. Daran muss Ole Werner mit der Mannschaft arbeiten.

3. Werders zweiter Anzug ist eben nur der zweite

Es spielte fast die Bestelf - aber eben nur fast. Nicolai Rapp ersetzte den gesperrten Leonardo Bittencourt im Mittelfeld und Mitchell Weiser lief erneut für den zuletzt angeschlagenen Felix Agu auf der rechten Seite in der Dreier- bzw. Fünferkette auf. Keiner der beiden konnte so richtig überzeugen. Weiser fehlt die Geschwindigkeit auf der Außenbahn, Rapp die Erfahrung und Cleverness.

4. Nordderby wird zum Schlüsselspiel

Dass das Nordderby am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) gegen den Hamburger SV ein extrem wichtiges Spiel wird, war schon vor dem Ingolstadt-Spiel klar. Jetzt geht‘s aber noch um viel mehr.

Zum einen sollte Werder gewinnen, um sich vom HSV in der Tabelle auf dann vier Punkte abzusetzen. Zum anderen sollte Werder gewinnen, um nicht in eine kleine Talfahrt zu geraten. Eine Niederlage im Derby würde auch bedeuten, dass es nur einen Punkt aus zwei Spiele gab - zu wenig für einen Aufstiegskandidaten. Ein richtiges Schlüsselspiel also.

5. Ein Punkt reicht für die Tabellenführung

Da der FC St. Pauli am Sonntag mit 0:3 gegen Hannover 96 verloren hat und auch der SV Darmstadt nur zu einem 1:1 gegen Hansa Rostock kam, schließen die Grün-Weißen erstmals in dieser Saison den Spieltag als Spitzenreiter ab.

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