Baumanns Plan für Werder: Darum muss der Kader verjüngt werden

Simon Zimmermann
Werder will künftig wieder vermehrt auf jüngere Spieler setzen
Werder will künftig wieder vermehrt auf jüngere Spieler setzen / Joosep Martinson/GettyImages
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Finanziell ist und bleibt Werder Bremen angeschlagen. Sportchef Frank Baumann verfolgt deshalb einen klaren Plan: Neben dem Erfolg der Mannschaft steht auch ihre Verjüngung im Fokus.


Nach der Rückkehr in die Bundesliga kehrte Werder Bremen mit einem klaren Plan zurück ins Oberhaus. Ein erfahrener Kader sollte die Chancen auf einen Verbleib in Liga eins erhöhen. "Vor dieser Saison haben wir eeinen Kader mit vielen bewährten Spielern und verlässlicher Qualität zusammengestellt, um die Chance auf den Klassenerhalt zu erhöhen", meinte Sportchef Frank Baumann gegenüber der Sportbild.

Ein Plan der aufgehen sollte - Werder hat eine gute Hinserie gespielt und liegt im Tabellenmittelfeld. Ein Plan, der für die Zukunft aber auch so seine Tücken hat. Denn finanziell ist der SVW angeschlagen. In den nächsten Jahren werden die Rückzahlungen von Krediten und einer Anleihe fällig. Das Volumen beläuft sich auf insgesamt 37 Millionen Euro.

Werder braucht Transfereinnahmen - Baumann will Kader verjüngen

Klar ist, dass die Rückzahlungen auch mit Transfereinnahmen generiert werden können. Und die lassen sich gemeinhin am besten mit aufstrebenden, jungen Spielern erzielen. So wie etwa beim SC Freiburg, der in diesem Januar Kevin Schade für bis zu 25 Millionen Euro an Brentford verkauft hat. Oder die TSG Hoffenheim, die Georgino Rutter für bis zu 40 Millionen Euro an Leeds United abgab.

Deshalb soll in Zukunft auch wieder vermehrt auf jüngere Spieler gesetzt werden. Derzeit gibt es im Werder-Kader nicht viele solcher Spieler, die sich in den Fokus rücken konnnten. Ilia Gruev wäre einer der wenigen. Lee Buchanan und Eren Dinkci warten dagegen weiter auf den Durchbruch.

Das größte Juwel ist der 17-jährige Fabio Chiarodia, dessen Vertrag noch bis 2024 gültig ist. Der Deutsch-Italiener besitzt jedoch eine Ausstiegsklausel, die an seine Einsatzzeiten gekoppelt ist. Mehr als zwei Minuten sah der jüngste Werder-Profi aller Zeiten in der laufenden Bundesliga-Saison aber nicht. Laut Bild könnte er deshalb schon für etwa eine Million Euro zu haben sein.

"Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren den Kader und die Startelf schrittweise zu verjüngen und durch gute Arbeit und sportlichen Erfolg Transferwerte zu schaffen", erklärte Baumann.

Diese Transferwerte würden vor allem auch mit sportlichem Erfolg einhergehen, so Baumann weiter. Klubs würden bei Spielern genauer hinschauen, deren Mannschaften erfolgreicher waren und sind. "Diese Klubs sind aufgrund einer häufig besseren finanziellen Lage nicht gezwungen, Spieler abzugeben und damit in einer besseren Verhandlungsposition", meinte Baumann. "Das Beispiel Füllkrug hat gezeigt, dass internationale Auftritte ein Boost für den Marktwert sein können", so der SVW-Manager weiter.


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