90min

Werder Bremen: 10 Prognosen für die Saison 2020/21

Sep 9, 2020, 12:48 PM GMT+2
Florian Kohfeldt
Bleibt über die Saison hinaus Werder-Coach: Florian Kohfeldt (37) | DeFodi Images/Getty Images
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In der vergangenen Saison ging es bei Werder Bremen drunter und drüber. Nur mit Ach und Krach hielten die Hanseaten die Klasse. Aber wie sieht das in der Spielzeit 2020/21 aus? Bleibt Florian Kohfeldt Trainer? Können sich die jungen Spieler etablieren und welchen Platz belegen die Grün-Weißen diesmal? 90min wagt eine Prognose.

1. Werder hat weniger Verletzungen als der Liga-Durchschnitt

Oemer Toprak
Ein Symbol-Bild der vergangenen Saison: Werders Verletzungspech | TF-Images/Getty Images

Das ewige Leid der Bremer Katastrophen-Saison, es nimmt ein Ende! In der kommenden Spielzeit haben die Norddeutschen im Durchschnitt weniger Verletzungen als der Rest der Liga, weil man aus dem Vorjahr gelernt und sogar personelle Konsequenzen gezogen hat.

2. Toprak wird gesetzter Innenverteidiger

Oemer Toprak
Nur 10 Ligaspiele: Gleich 3 Verletzungen bremsten Toprak in der letzten Saison aus | DeFodi Images/Getty Images

Mit dem Abschied der mysteriösen Verletzungsmisere rückt vor allem ein Akteur in den Fokus des Bremer Kaders. Ömer Toprak kam im Sommer letzten Jahres als erfahrener Abwehr-Stratege an die Weser. Sein klares Ziel: dem Team direkt helfen.

Pustekuchen! Drei schwere Verletzungen bremsten den 31-Jährigen immer wieder aus. Damit ist in der kommenden Saison Schluss. Der einstige BVB-Profi etabliert sich trotz schwankender Leistungen und kleineren Wehwehchen endlich zum gesetzten Innenverteidiger.

3. Friedl entwickelt sich als Innenverteidiger zum begehrtesten Spieler im Kader

Marco Friedl
Bildet gemeinsam mit Toprak die Abwehr-Zentrale: Marco Friedl (22) | DeFodi Images/Getty Images

Neben Toprak verteidigt Marco Friedl. Der 22-jährige Jungspund bewies bereits gen Ende der vergangenen Saison, wie wichtig er für die Hanseaten werden kann und wusste dabei vor allem mit seinem Ehrgeiz und seiner Flexibilität zu überzeugen.

Kohfeldt und Baumann sehen in Friedl, der häufig für Augustinsson auf der linken Seite aushalf, langfristig einen designierten Innenverteidiger. Werder-Oldie Niklas Moisander, der seine Kapitänsbinde (Achtung, Prognose!) an Davy Klaassen abgibt, hat seinen Zenit erreicht. Stattdessen übernimmt Friedl seinen Posten und entwickelt sich zum begehrtesten Spieler im Kader.

4. Der beste Goalgetter erzielt mehr als 10 Tore im Laufe der Saison

Josh Sargent
Josh Sargent (20) möchte es in dieser Saison allen beweisen | DeFodi Images/Getty Images

Apropos begehrtester Spieler: Im Angriff sorgt endlich mal wieder ein Bremer Stürmer für Furore - und trifft unterm Strich mehr als zehn Mal. Insbesondere Youngster Josh Sargent hat sich viel vorgenommen: "Ich möchte so viele Tore schießen wie möglich und am liebsten die meisten von allen Spielern in der Mannschaft."

Die sieben Testspiele (sieben Siege) zeigen auf jeden Fall, dass die Kohfeldt-Offensive brennt. Selbst Davie Selke und Johannes Eggestein sind von den Toten auferstanden. Ob es am Ende der erfahrene Niclas Füllkrug, der junge Sargent oder doch jemand anders ist, wird sich zeigen.

5. Pavlenka mit mindestens 6 weißen Westen

Jiri Pavlenka
Selbstbewusst und sicher: Werder-Keeper Jiri Pavlenka (28) | DeFodi Images/Getty Images

Die gesetzte Innenverteidigung und das schwindende Verletzungspech wirkt sich auch positiv auf Schlussmann Jiri Pavlenka aus. In der kommenden Spielzeit absolviert der Tscheche mindestens (!) sechs Ligaspiele mit weißer Weste, sprich ohne jegliches Gegentor. In der Vorsaison gelang ihm das nur vier Mal.

6. Schmid entwickelt sich zu einer echten Alternative und bekommt mindestens 5 Startelf-Einsätze

Romano Schmid
Kehrte nach erfolgreicher Leihe zurück zum SVW: Ösi-Jungspund Romano Schmid (20) | DeFodi Images/Getty Images

Während seiner Leihe an den Wolfsberger AC gelangen dem quirligen und kreativen Mittelfeld-Akteur in 45 Pflichtspielen 16 Torbeteiligungen. Keine schlechte Quote für Romano Schmid, der mit seinem Leih-Klub zudem in der Europa League unterwegs war.

Zurück in Bremen, entwickelt sich der 20-jährige Österreicher zu einer wahren Alternative im Mittelfeld und kommt am Ende der Saison 2020/21 sogar auf mindestens fünf Einsätze von Beginn an.

7. Die jungen Spieler entwickeln sich überdurchschnittlich gut

Jean Manuel Mbom, Felix Agu
Schon jetzt gute Freunde: Leih-Rückkehrer Mbom (l.) und Neuzugang Agu (r.) | DeFodi Images/Getty Images

Neben Schmid bekommen auch die restlichen Bremer Youngsters ihre Einsatzzeiten und bestechen mit außerordentlich guten Leistungen - auf dem Platz und im Training. Felix Agu, Jean Manuel Mbom, aber auch Nick Woltemade und Co entwickeln sich derartig gut und bereiten Lust auf die kommenden Spielzeiten des immer jünger werdenden Teams.

8. Kohfeldt bleibt über die Saison hinaus Werder-Trainer

Florian Kohfeldt
Florian Kohfeldt (37) setzt auf die Werder Youngsters | DeFodi Images/Getty Images

Er ist DAS Gesicht dieses Verjüngungsprozesses: Florian Kohfeldt setzt vermehrt auf junge Spieler und hat damit Erfolg. Deshalb bleibt der loyale Coach auch über die Saison hinaus Cheftrainer der Grün-Weißen.

9. Rashica wechselt für unter 25 Millionen, spätestens im Winter

Soll weiterhin für teures Geld gehen: Kosovo-Flitzer Milot Rashica (24)
Soll weiterhin für teures Geld gehen: Kosovo-Flitzer Milot Rashica (24) | DeFodi Images/Getty Images

Milot Rashica hingegen wird den Bremern spätestens zur Winterpause den Rücken kehren. Der Kosovare ist weiterhin Verkaufskandidat Nummer eins. Durch die Leihe von Tahith Chong können die Werderaner seinen Abgang zumindest besser verkraften.

Das Finanzielle muss zwar passen, aber: Der Bundesligist braucht so dringend Geld, dass Manager Baumann irgendwann weich wird und seinen Shootingstar auch für weniger als die geforderten 25 Millionen Euro ziehen lässt.

10. Werder spielt starke Hinrunde, endet am Ende der Saison auf Platz 10

Florian Kohfeldt
Nach Katastrophen-Saison: Der SVW landet auf Platz 10 der Saison 2020/21 | DeFodi Images/Getty Images

Die Spieler nehmen den positiven Schwung aus der Vorbereitung mit und absolvieren eine starke Hinrunde. Am Ende der Saison springt nichtsdestotrotz ein Platz im Niemandsland der Liga herum. Angesichts der vergangenen Spielzeit durchaus zufriedenstellend.

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