Warum sich das Debüt von Cristiano Ronaldo bei Al Nassr verzögert

Jan Kupitz
Cristiano Ronaldo
Cristiano Ronaldo / Yasser Bakhsh/GettyImages
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Cristiano Ronaldo wird noch eine Weile auf sein Debüt bei Al Nassr warten müssen, da er die zwei Spiele Sperre absitzen muss, die ihm wegen eines Vorfalls mit einem Everton-Fan im Jahr 2022 auferlegt wurde.


Ronaldo wurde im April dabei erwischt, wie er einem jungen Everton-Fan wütend dessen Handy aus der Hand schlug. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen wurde CR7 schließlich am 17. November vom englischen Fußballverband mit einer Sperre von zwei Spielen belegt.

Zu diesem Zeitpunkt war Ronaldo bereits zur WM nach Katar geflogen - ein Spiel absolvierte er für Manchester United danach bekanntlich nicht mehr. Stattdessen wurde sein Vertrag nach seinem bombenmäßigen Interview mit Piers Morgan einvernehmlich aufgelöst.

Wichtig ist jedoch, dass Ronaldos Sperre auch nach Saudi-Arabien übertragen wird, da die FIFA-Regeln vorsehen, dass Sperren, die von einem Verband verhängt werden, in einem anderen Land verbüßt werden müssen, wenn sie zuvor nicht im ursprünglichen Land vollzogen wurden.

Artikel 12.1 des FIFA-Reglements über den Status und Transfer von Spielern besagt Folgendes: "Jede Disziplinarstrafe von bis zu vier Spielen oder bis zu drei Monaten, die vom früheren Verband gegen einen Spieler verhängt wurde, aber zum Zeitpunkt des Transfers noch nicht (vollständig) verbüßt ist, muss von dem neuen Verband, bei dem der Spieler registriert ist, vollstreckt werden, damit die Strafe auf nationaler Ebene verbüßt werden kann."

Der englische Verband hat sich an die FIFA-Regeln gehalten und den saudischen Verband darüber informiert, dass Ronaldo noch eine Sperre zu verbüßen hat, die ihn daran hindert, sein Debüt zu geben.

Das bedeutet, dass Ronaldo das Spiel gegen Al Tai am Donnerstag und das Spiel gegen den Titelrivalen Al Shabab am Samstag verpassen wird. Am 21. Januar könnte er dann gegen Ettifaq für seine neue Mannschaft auflaufen.

In der Zwischenzeit könnte Ronaldo in einem geplanten Freundschaftsspiel gegen Paris Saint-Germain und Lionel Messi zumindest sein inoffizielles Debüt geben.

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