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Vuskovic-Doping: Warum es vom HSV-Verteidiger kein Versehen sein kann

Daniel Holfelder
HSV-Profi Mario Vuskovic
HSV-Profi Mario Vuskovic / Martin Rose/GettyImages
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Am vergangenen Samstag wurde bekannt, dass der DFB gegen Mario Vuskovic ermittelt. Der HSV-Profi war bei einer Trainingskontrolle im September positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet worden. Doping-Experte Fritz Sörgel hält ein Versehen des Verteidigers für ausgeschlossen.


"Epo wird aktiv in den Muskel gespritzt", erklärte Sörgel gegenüber Sport Bild. "Eine unabsichtliche Zuführung zum Beispiel durch verunreinigte Nahrungsmittel ist auszuschließen. Alles spricht dafür, dass er eine Dummheit begangen und sich verrechnet hat, beziehungsweise der ihn betreuende Mediziner."

"Epo ist je nach Dosis drei Wochen nachweisbar", fuhr der Doping-Experte fort. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der HSV-Arzt dafür verantwortlich ist. Da muss jemand am Werk gewesen sein, der sich nicht so gut auskennt. Ich bin auf die Verteidigungsstrategie von Mario Vuskovic gespannt."

Wie lange wird Vuskovic gesperrt?

Epo erhöht den Sauerstoffgehalt im Blut und wirkt sich positiv auf die Ausdauerleistung aus. In der Vergangenheit wurde das Mittel nicht nur im Radsport, im Skilanglauf und in der Leichtathletik nachgewiesen. In den 1990er Jahren dopte auch Juventus Turin seine Spieler systematisch mit Epo. Der Mannschaftsarzt der Italiener musste eine knapp dreijährige Gefängnisstrafe absitzen. Die Profis blieben hingegen unbehelligt.

Dass Vuskovic ähnlich glimpflich davonkommt, glaubt Sörgel nicht. "Ersttäter und jung, das spricht für eine Sperre von rund einem Jahr. Unter einem Jahr wäre sehr ungewöhnlich", so seine Einschätzung.


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