Champions League

Bayern säuft gegen das Gelbe U-Boot ab: Die Münchner in der Einzelkritik

Dominik Hager
Der FC Bayern konnte gegen Villarreal keinen Stich setzen
Der FC Bayern konnte gegen Villarreal keinen Stich setzen / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Der FC Bayern hat in Villarreal einen ganz schwachen Auftritt hingelegt und völlig verdient mit 0:1 verloren. Dabei konnten die Münchner froh darüber sein, dass es bei dem Gegentreffer durch Arnaut Danjuma blieb. Wir sehen uns an, wie sich Lewandowski, Müller und Co gegen den spanischen Underdog geschlagen haben.


1. Manuel Neuer

Hatte beim frühen 0:1 nicht den Hauch einer Chance. Beim abgepfiffenen 0:2 war der Kapitän dann im Glück, dass Coquelin knapp im Abseits stand. Gegen dessen Bogenlampe sah Neuer zwar unglücklich aus, hätte aber wohl auch nicht viel machen können.

Glück ist aber gar kein Ausdruck dafür, dass sein kapitaler Bock in der zweiten Halbzeit nicht bestraft wurde, als er einen Pass 40 Meter vor dem Tor in die Füße eines Villarreal-Spielers passte.

Bewertung: 3/10

2. Benjamin Pavard

Der Franzose legte über weite Strecken der Partie keine Champions-League-Körpersprache an den Tag und blieb in den Zweikämpfen viel zu passiv. Zwar leistete sich Pavard keine kapitalen Böcke, zeigte aber zu wenig Präsenz und Dominanz. Nach vorne und im Aufbauspiel fehlten mal wieder ein paar Prozente.

Bewertung: 4/10

3. Dayot Upamecano

War von Beginn an etwas stabiler als Nebenmann Hernández und fiel mit mehreren guten Klärungsaktionen in höchster Not auf. Im Spielaufbau konnte er jedoch anders als zuletzt gegen Freiburg eher wenige Akzente setzen. Sah kurz vor Schluss außerdem schlecht im Laufduell gegen Lo Celso aus und hatte Glück, dass Villarreal daraus kein Profit schlagen konnte.

Bewertung: 5/10

4. Lucas Hernández

Der 80-Milionen-Mann begann ungewohnt unsicher und hob beim 0:1 das Abseits auf. Hernández gelangen immerhin im zweiten Durchgang ein paar wichtige Rettungsaktionen, wenngleich sein Stellungsspiel nicht in jeder Szene stimmte. Setzte immerhin nach vorne ein paar Impulse und bereitete die Großchance von Coman kurz vor Schluss vor.

Bewertung: 5/10

5. Alphonso Davies

Der Kanadier hatte nach seiner langen Ausfallzeit zunächst Probleme und gewann nur wenige Zweikämpfe. In der zweiten Hälfte fand er dann wesentlich besser ins Spiel. Davies kam in der 48. und in der 66. Minute immerhin zu Schusschancen und sorgte damit für ein wenig Gefahr. Klasse war jedoch insbesondere seine Rettungstat in der 57. Minute, mit der er das sichere 0:2 verhindern konnte. Es ist schon bezeichnend, dass Nagelsmann Davies gleich über 90 Minuten spielen ließ. Ob das gesundheitstechnisch die beste Idee war, darf man jedoch bezweifeln.

Bewertung: 6/10

6. Joshua Kimmich

Wirkte zu Beginn ein wenig fahrig und konnte mit seinem Abschluss Mitte der ersten Halbzeit wenig Gefahr ausstrahlen. Für Kimmich-Verhältnisse gingen zudem zu viele Diagonalbälle schief, wodurch Akzente lange Zeit völlig fehlten.

Fand in Durchgang zwei zwar zu mehr Sicherheit, hatte letztlich aber auch nicht die entscheidende zündende Idee. Immerhin kämpfte er sich mit fortlaufender Spielzeit besser in die Zweikämpfe.

Bewertung: 4/10

7. Jamal Musiala

Das Bemühen war dem Youngster merklich anzusehen, selbst wenn er bei der Entstehung zum 0:1 zu passiv blieb. Musiala absolvierte mehrere gute Sprints gegen den Ball wie beispielsweise gegen Moreno nach einer Viertelstunde. Zudem war Musiala auch dafür verantwortlich, dass in der zweiten Halbzeit ein wenig mehr Zug im Spiel war.

Letztlich verzettelte sich aber auch der 19-Jährige zu häufig und verpasste die Chance, auch mal selbst abzuziehen.

Bewertung: 5/10

8. Serge Gnabry

War in der Anfangsphase der aktivste Münchner Offensivspieler und sorgte zumindest ab und an für Betrieb. Im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts agierte aber auch Gnabry eher unglücklich und konnte keine Akzente setzen. Im zweiten Durchgang hatte der Außenstürmer eine gute Schusschance, wirkte dafür aber defensiv merkwürdig passiv und schläfrig und wurde nach einer Stunde zum Duschen geschickt.

Bewertung: 3/10

9. Thomas Müller

Der Raumdeuter fand in der ersten Halbzeit keine Räume und blieb praktisch unsichtbar. Wer dachte, dass sich in Halbzeit zwei daran doch was ändert, sah sich getäuscht. Müller hatte nicht eine vernünftige Situation zu verzeichnen und musste völlig zu Recht nach 60 Minuten raus.

Bewertung: 1/10

10. Kingsley Coman

Konnte in Durchgang eins ebenso wenig Akzente setzen wie seine Nebenmänner. Immerhin packte der Franzose im zweiten Durchgang ein paar Prozent drauf und wurde mit einem Schuss in der 69. Minute als erster Münchner wirklich gefährlich. Kurz vor dem Ende tauchte Coman nach einer Hernández-Flanke noch mal gefährlich vor dem Tor auf, konnte die Gelegenheit aber nicht nutzen.

Bewertung: 5/10

11. Robert Lewandowski

War von Beginn an ähnlich wie gegen den SC Freiburg völlig ohne Bindung zum Spiel und konnte keine Akzente setzen. Zwar wurde der Top-Torjäger auch nicht gut in Szene gesetzt, jedoch konnte er auch nach Flanken in den Kopfballduellen schlichtweg gar keinen Stich setzen. Von einem derartigen Weltstar muss man mehr erwarten dürfen.

Bewertung: 2/10

12. Leon Goretzka

Der Mittelfeld-Motor brachte mehr Zweikampfstärke und Arbeitseinsatz in das Münchner Spiel, ohne spielerisch glänzen zu können. Hätte jedoch kurz vor dem Ende einen Elfmeter bekommen müssen, als Pau Torres ihm ganz klar mit dem Arm im Gesicht traf. Dass der Münchner anschließend blutüberströmt behandelt werden musste, spricht Bände.

Bewertung: 7/10

13. Leroy Sané

Kam nach gut einer Stunde ins Spiel und versuchte zumindest offensive Akzente zu setzen. Dies gelang ihm aber nur teilweise, wenn man bedenkt, dass seine Distanzschüsse auch nicht des Rätsels Lösung waren. Zudem fiel Sané wie so oft mit mehreren Ballverlusten auf, die zum Teil zu guten Chancen des Gegners führten.

Bewertung: 4/10

14. Niklas Süle

Kam nach 70 Minuten für Pavard im Spiel und ließ sich wenig zu Schulden kommen. Der Abwehr-Hüne war in den Zweikämpfen präsent, ohne wirklich auffällig zu werden.

Ohne Bewertung

15. Marc Roca

Kam in der letzten Minute für den blutenden Goretzka, konnte aber selbstredend nicht mehr auf sich aufmerksam machen.

Ohne Bewertung

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