VfL Wolfsburg

Schmadtke-Nachfolger Schäfer? VfL Wolfsburg hält sich bedeckt

Yannik Möller
Marcel Schäfer
Marcel Schäfer / Stuart Franklin/GettyImages
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Wenn Jörg Schmadtke im Frühjahr 2023 abtritt, wäre Marcel Schäfer der vermeintliche Nachfolger beim VfL Wolfsburg. Doch noch hält sich der Klub auffallend bedeckt ob dieser Personalie.


In der vergangenen Woche hat Jörg Schmadtke in Wolfsburg verlängert. Der Sport-Geschäftsführer hört nicht schon in diesem Sommer auf, sondern hängt noch ein paar Monate dran. Ungewöhnlich: Das Vertragsende ist nun auf den 31. Januar des nächsten Jahres datiert - auf das Ende der Winter-Transferphase genäht.

Angesichts des kleinen Hin und Her bezüglich der Vertragsverlängerung im Vorfeld, wird die Frage nach einem Nachfolger nun Monat für Monat nur größer. Schon über die letzten Monate war diese Frage ein wichtiges Thema, das allerdings immer recht schnell beantwortet schien: Marcel Schäfer, Sportdirektor unter Schmadtke, war stets die naheliegendste Option.

Doch hält sich der VfL dahingehend ziemlich bedeckt. Während von außen schon viele Leute davon ausgehen, dass der ehemalige Wolfsburg-Profi das Amt dann zum Februar 2023 übernehmen wird, ist intern noch kein Wort davon zu hören.

Schäfer als Schmadtke-Nachfolger: Wolfsburg ohne klare Aussagen

Frank Witter, Vorsitzender des Aufsichtsrates, erklärte gegenüber der Bild: "Wir sind zunächst einmal froh, dass wir uns mit Jörg Schmadtke auf eine weitere Zusammenarbeit über den Sommer hinaus einigen konnten und in der bestehenden Konstellation die anstehenden Aufgaben angehen können." Über "alles andere" werde man "zu gegebener Zeit sprechen", so sein Statement weiter.

Ein klares Bekenntnis zu Schäfer fehlt auch hier. Bereits seit 2018 hat der 37-Jährige den Posten als Sportdirektor inne, sodass er den Klub sowie seine Strukturen bereits bestens kennt. Was für manch einen wie ein Zuarbeiten für Schmadtke aussehen mag, ist in Wahrheit schon seit Jahren mit viel Verantwortung und Handlungsmacht verbunden. Der Sprung vom Sportdirektor zum Sport-Geschäftsführer wäre also keineswegs so groß, wie es vielleicht wirkt.

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Schmadtke hätte Schäfer gerne als seinen Nachfolger / RONNY HARTMANN/GettyImages

Dass es nach Bild-Infos auch noch keine konkreten Gespräche bezüglich einer Beförderung gegeben hat, passt ins Bild. Tatsächlich scheint man sich Wolfsburg dieser Thematik in Ruhe annähern zu wollen. Wie Witter sagte, es gäbe derzeit keine Dringlichkeit für dieses Thema.

Ganz außen vor ließ er seinen Sportdirektor dann aber doch nicht, wenngleich er sich weiter bedeckt hielt: "Die Idee, dass Marcel Schäfer weiterführende Aufgaben übernehmen könnte, halte ich für plausibel. Marcel hat die Kompetenz, in eine bedeutende Rolle der sportlichen Leitung zu wachsen. Er hat sich toll entwickelt."


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