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VfB Stuttgart

Sechs Spieler, die dem VfB Stuttgart weiterhelfen könnten

Dominik Hager
Der VfB Stuttgart schwächelt: Kann Sven Mislintat nachlegen?
Der VfB Stuttgart schwächelt: Kann Sven Mislintat nachlegen? / Alex Grimm/GettyImages
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Nach der sehr überzeugenden Saison 2020/21 hat der VfB Stuttgart in der laufenden Saison mit einigen Turbulenzen zu kämpfen. Saša Kalajdžić fiel die komplette Hinrunde aus, während andere Führungsspieler wie Marc Oliver Kempf, Borna Sosa und Orel Magala ebenfalls Teile der Saison verpassten. Dem VfB mangelt es auf der Ersatzbank an Qualität und Erfahrung. Zwar deutet beim Tabellen-16. derzeit noch recht wenig auf Winter-Transfers hin, jedoch könnte die ein oder andere verlässliche und bundesligaerfahrene Kraft nicht schaden. Wir werfen einen Blick auf sechs Spieler, die dem VfB helfen könnten.


Hinweis: Bei den aufgeführten Spielern handelt es sich lediglich um Vorschläge und nicht um existierende Transfergerüchte.

1. Michaël Cuisance

Michael Cuisance
Soccrates Images/GettyImages

Zugegebenermaßen trifft das Adjektiv "bundesligaerfahren" auf Michaël Cuisance nur bedingt zu. Der 22-Jährige hat erst 46 Spiele in der höchsten deutschen Spielklasse absolviert und kam in den Partien vermehrt auch nur zu Kurzeinsätzen.

Der zentrale Mittelfeldspieler ist beim FC Bayern nicht erst seit gestern auf dem Abstellgleis. Die Münchner wollen den Transfer-Flop loswerden und würden dafür auch ein geringes Angebot akzeptieren.

Für Cuisance wäre ein Wechsel nach Stuttgart eine gute Gelegenheit, endlich als Stammspieler durchzustarten. Die spielerischen Qualitäten bringt er dafür zweifelsfrei mit.

Letztlich müsste der Franzose nur ein wenig Spielrhythmus und das Vertrauen des Trainers erhalten. Pellegrino Matarazzo wäre es durchaus zuzutrauen, dass er Cuisance in die richtigen Bahnen lenkt.

2. Daniel Ginczek

Daniel Ginczek
Cathrin Mueller/GettyImages

Daniel Ginczek spielt beim VfL Wolfsburg praktisch überhaupt keine Rolle mehr. Wout Weghorst ist im Sturmzentrum gesetzt, zudem wird man wohl den verletzten Lukas Nmecha mit einem Neuzugang ersetzen.

Natürlich kann man so seine Zweifel daran haben, ob Daniel Ginczek noch das Niveau seiner besten Tage mitbringt. Der 30-Jährige konnte schließlich zuletzt kaum Spielpraxis sammeln und hat auch schon die ein oder andere Verletzung hinter sich.

Aufgrund seiner Stuttgarter Vergangenheit könnte ein Transfer aber dennoch Sinn ergeben. Abgesehen von Saša Kalajdžić verfügen die Schwaben über keine richtige Sturm-Kante. Ginczek kennt den Verein und weiß, wo das Tor steht. Eine Verpflichtung würde zudem wohl kaum etwas kosten, da der Vertrag des Angreifers im Sommer 2022 endet.

3. Stefan Ilsanker

Ilsanker
CHRISTOF STACHE/GettyImages

An Stefan Ilsanker scheiden sich bekanntlich die Geister. Der Österreicher ist fußballerisch relativ limitiert und schlägt auch hier und da mal über die Stränge. Ein unnötiger Platzverweis oder Elfmeter muss beim 32-Jährigen immer mal eingeplant werden.

Dennoch ist der derzeitige Frankfurter ein Spieler, der immer alles für den Verein gibt, viele Zweikämpfe gewinnt und junge Spieler mitreißen kann. Zudem ist der Routinier vielseitig einsetzbar und kann sowohl in der Innenverteidigung als auch im Mittelfeld agieren.

Die Frankfurter scheinen gerade keinen Bedarf mehr an Ilsanker zu haben, dessen Vertrag im Sommer 2022 endet. Als günstige Kader-Ergänzung und lautstarker Antreiber wäre ein Transfer für den VfB eine gute Sache.

4. Erik Durm

Erik Durm
Christof Koepsel/GettyImages

Erik Durm sitzt bei der Eintracht ebenfalls vorrangig nur auf der Bank. Wenn der Außenverteidiger aber dann doch mal spielt, zeigt er eigentlich fast immer eine ordentliche Leistung. Der 29-Jährige ist ein erfahrener und grundsolider Spieler, der zwar selten Highlights setzt, sich aber immer in den Dienst der Mannschaft stellt. Genau solche Spieler könnte der VfB in seinem Kader gut gebrauchen.

Der frühere Dortmunder kann sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite spielen und kennt das System mit Fünferkette bereits aus Frankfurt.
Durm wäre der ideale Back-up für die beiden Außenbahnen.

5. László Bénes

Laszlo Benes
Frederic Scheidemann/GettyImages

László Bénes gelingt es schon seit mehreren Jahren nicht, sich bei Borussia Mönchengladbach durchzusetzen. Dies ist ein wenig verwunderlich, da der 24-Jährige durchaus einiges an Potenzial mitbringt. Der Slowake ist fußballerisch gut, kann präzise Pässe und Standards schlagen und verfügt zudem über eine gute Spielintelligenz.

Bei den Fohlen kommt er nicht an Zakaria, Koné, Neuhaus und Kramer vorbei. Im Dezember erklärte Gladbach-Coach Adi Hütter, dass er deshalb eine Leihe von Bénes nicht ausschließen will.

6. Janik Haberer

Janik Haberer
Stuart Franklin/GettyImages

Der Fall von Janik Haberer ist noch eigenartiger. Seit der letzten Saison hat der 27-jährige ehemalige U21-Nationalspieler beim SC Freiburg plötzlich seinen Stammplatz verloren.

Haberer kommt im zentralen Mittelfeld nicht an Eggestein und Höfler vorbei und wird auch im offensiven Bereich selten über eine längere Zeitdauer eingesetzt. Zwar konnte der Spieler immerhin 15 Bundesliga-Spiele bestreiten, jedoch stand er dabei nur zweimal länger als 45 Minuten auf dem Platz.

Der Vertrag von Haberer läuft nur noch bis zum Sommer 2022, wodurch der SC im Winter zum letzten Mal eine Ablöse generieren könnte. Kicker-Angaben zufolge hat der Spieler intern schon seinen Weggang angedeutet.

Der VfB Stuttgart wäre trotz der Rivalität eine gute Adresse. Mit seiner Variabilität könnte er sowohl im zentralen Mittelfeld, als auch im Offensivbereich helfen.

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