VfB Stuttgart

Mislintat macht sich für Karazor-Rückkehr stark: "Ein Mensch, der noch nicht einmal angeklagt ist"

Simon Zimmermann
Atakan Karazor soll ins VfB-Training einsteigen
Atakan Karazor soll ins VfB-Training einsteigen / Matthias Hangst/GettyImages
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Atakan Karazor durfte die Haft auf Ibiza verlassen. Der 25-Jährige ist in Deutschland zurück und besuchte als erstes seine Familie im Ruhrpott. Der VfB Stuttgart erwartet den Mittelfeldspieler in einigen Tagen zurück. Sportdirektor Sven Mislintat hat sich nun für Karazor stark gemacht.


"Man muss sich mal in seine Situation reinversetzen. Es wurde schon viel Abstruses geschrieben und es wurden viele Forderungen gestellt, vor allem auf Social Media, wie das mit unseren Werten zu vereinbaren sei. Ich habe kein Verständnis dafür, wie eine Diskussion in so eine Richtung gehen kann", ärgerte sich Mislintat (via kicker).

Der VfB-Sportdirektor empfand den Umgang mit Karazor häufig als Vorverurteilung. Der 25-Jährige saß rund sechs Wochen wegen Vergewaltigungsvorwürfen auf Ibiza im Gefängnis. Gegen eine Kaution in Höhe von 50.000 Euro kam er nun unter Auflagen frei.

Für Mislintat zählt die Unschuldsvermutung: "Das ist ein Mensch, der noch nicht einmal angeklagt ist." Für den VfB sei ganz klar, dass Karazor wieder ins Training einsteigen wird, sollte sich an der Situation nichts ändern. "Ata kann sich jetzt erstmal die Zeit nehmen, die er braucht, um das Ganze sacken zu lassen. In ein paar Tagen wird er hier auftauchen und ein vernünftiges Aufbautraining absolvieren. Dann sehen wir, wo er steht", so Mislintat weiter.

"Wenn es zu einer Anklage käme, müsste man sich das anschauen", meinte Mislintat. Bis dahin sei Karazor "ganz klar unser Spieler und ein volles Mitglied des Teams".

Ob und wann sich die Situation ändern oder auflösen könnte, ist noch völlig unklar. Bis dahin will man in Stuttgart die Füße still halten. Wie Mislintat betonte, zählt die Unschuldsvermutung.


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