Unzufrieden mit dem BVB: Offensiv-Star schickt Berater aktiv auf Klubsuche

Yannik Möller
Sebastian Kehl
Sebastian Kehl / Matthias Hangst/GettyImages
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Zum Sommer läuft der Vertrag von Marco Reus bei Borussia Dortmund aus - und trotzdem gab es noch keine Gespräche. Das stößt dem Offensivspieler sauer auf, weshalb er seinen Berater nun aktiv weitere Optionen absuchen lässt.


Eigentlich ist die Ausgangslage recht einfach: Marco Reus würde am liebsten beim BVB bleiben und die Dortmunder würden ihn wohl auch am liebsten halten. Eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags ist deshalb, nur weil Spieler und Klub grundsätzlich das gleiche Ziel haben, aber längst keine Formsache.

Es gibt mehrere Faktoren, die diesen Schritt kompliziert machen: Zum einen wird Schwarz-Gelb eine spürbare Gehaltssenkung vornehmen und auf leistungsspezifische Bonuszahlungen umschwenken wollen. Schon der erste Faktor, der Reus nicht gefällt. Immer wieder ist zu hören, dass er sich keineswegs unter Wert verkaufen möchte. Zum anderen verschlechtert sich die Stimmung derzeit.

"Respektlosigkeit" und Klub-Suche: Reus-Verlängerung kein Kinderspiel

Der Hintergrund: Dass der BVB seit Wochen und sehr prominent mit Youssoufa Moukoko verhandelt, mit Leistungsträger und Führungsspieler Reus hingegen noch kein Wort gesprochen hat, stößt ihm sauer auf.

Der WAZ zufolge sollen bereits Worte wie "Respektlosigkeit" gefallen sein. Sport1 fügt derweil hinzu, dass es hinter den Kulissen "gewaltig brodeln" soll.

Das Resultat, das für weiteren Zündstoff sorgen und eine Verlängerung unwahrscheinlicher machen dürfte (via Sport1): Reus hat seinen Berater Dirk Hebel damit beauftragt, auf dem Markt aktiv nach potenziellen Wechsel-Optionen zu gucken.

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Reus würde verlängern - aber nicht um jeden Preis / TOBIAS SCHWARZ/GettyImages

Schon im Trainingslager in Marbella wurde der 33-Jährige auf seine Zukunft angesprochen, nur um dann auf seinen Berater zu verweisen. "Natürlich schaue ich voraus, ich habe noch ein halbes Jahr Vertrag. Es wäre falsch, wenn ich mir keine Gedanken machen würde", erklärte er zudem. Dass er sich nicht eindeutig an Dortmund wandte und stattdessen Gedankenspiele in den Fokus rückte, war ein deutliches Zeichen des Kapitäns.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer aus Sicht der Borussia: Infos von Sport1 zufolge wurde zuletzt erstmals und ganz lose zwischen Sebastian Kehl und Reus abgesteckt, wo man jeweils steht.

Dabei dürfte das grundsätzliche Interesse an einer Verlängerung herausgekommen sein. Aufgrund der jüngsten Entwicklungen und dem Spar-Plan des BVB, wird sie aber kein Kinderspiel. Das ist schon jetzt absehbar.


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