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UEFA will neue Financial-Fairplay-Regelung und will härter durchgreifen

Dominik Hager
Die UEFA möchte das Financial Fairplay anpassen
Die UEFA möchte das Financial Fairplay anpassen / FABRICE COFFRINI/GettyImages
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Die UEFA plant eine Revolutionierung des derzeitigen Financial-Fairplay-Systems. Der europäische Dachverband hat nach zahlreichen Überlegungen und Diskussionen einen Entwurf ausgearbeitet, der einige Veränderungen mit sich bringt.


Der aktuell gültigen Financial-Fairplay-Regelung wird immer wieder fehlende Transparenz und Wirksamkeit vorgeworfen. Oftmals hatte man eher den Eindruck, dass es gar keine klare Regelung gibt und die Teams ohne große Einschränkungen Geld heraushauen konnten.

Zwar wurden immer mal wieder kleinere oder größere Sanktionen gegen Klubs ausgesprochen, jedoch schien der Weg nie wirklich konsequent. Manchester City sollte beispielsweise erst für die Champions League gesperrt werden, durfte dann aber doch noch teilnehmen.

Prozentschlüssel soll den Wettbewerb fairer machen

Der Sinn der Regelung bleibt im Großen und Ganzen bestehen. Die Ausgaben der Klubs sollen mit den Einnahmen verknüpft werden und diese nicht signifikant überschreiten.

Nun möchte man andere Regularien als Maßstab verwenden. Das neue Format sieht vor, dass die Gehaltsausgaben eines Vereins nur noch 70 Prozent der Gesamteinnahmen ausmachen dürfen. Die Vereine sollen allerdings langsam an die neuen Vorgaben gewöhnt werden, weshalb der prozentuale Anteil im Jahrestakt erst von 90 auf 80 bis hin zu 70 Prozent reduziert wird.

Angaben der New York Times zufolge, soll das neue Konzept am 7. April vom Exekutivkomitee der UEFA verabschiedet werden.

Europäische Fußball-Klubs haben Hausaufgaben vor sich: 40 Vereine könnten Regularien nicht erfüllen

Für die Klubs könnte sich damit einiges ändern. Im Zeitungsbericht ist davon die Rede, dass derzeit 40 europäische Vereine den Regularien nicht gerecht werden können.

Die UEFA plant außerdem, hart durchzugreifen. Bestrafungen wie Geldstrafen oder Ausschlüsse von europäischen Wettbewerben sind ebenso möglich wie Punktabzüge in der Gruppenphase oder die Versetzung von der Champions League in die Europa League.

Die europäischen Klubs sind nicht allesamt zufrieden mit den neuen Regularien. Die mächtigsten Klubs Europas sollen sich - wen wundert's - für 85 Prozent ausgesprochen haben, wohingegen aus Deutschland der Wunsch nach strengeren Regeln und weniger als 70 Prozent gekommen sein soll.


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