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FC Chelsea

Tuchel verbietet Werner Extra-Einheiten - und zieht kuriosen Vergleich

Jan Kupitz
Timo Werner vergab gegen Nordmazedonien eine riesige Torchance
Timo Werner vergab gegen Nordmazedonien eine riesige Torchance / Alex Grimm/Getty Images
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Es ist noch nicht die Saison des Timo Werner. Nach seinem 50 Millionen Euro schweren Transfer zum FC Chelsea fehlen dem deutschen Nationalspieler spürbar das Selbstvertrauen und die Leichtigkeit, die ein jeder Torjäger in seinem Spiel benötigt. Thomas Tuchel hat seinem Schützling zu mehr Gelassenheit geraten - mit einem kuriosen Vergleich.


Fünf Tore in 28 Premier-League-Spielen sind nicht das, was sich die Blues von Timo Werner erhofft hatten. Der Ex-Leipziger tut sich auf der Insel noch extrem schwer und fällt vor allem durch eine miserable Chancenverwertung auf.

Auch bei seinen jüngsten Einsätzen im Nationalteam konnte man dem 25-Jährigen anmerken, wie sehr ihn die aktuelle Situation belastet. Dass er gegen Nordmazedonien kurz vor Schluss eine Riesenchance zum 2:1 vergab und anschließend mitansehen musste, wie die Osteuropäer stattdessen in Führung gingen, passt natürlich in das unglückliche Bild, das Werner seit Monaten abgibt. Von einer nordmazedonischen Zeitung wurde er aufgrund seiner vergebenen Torchance sogar verspottet und zum "Ehrenbürger" des Landes gewählt.

Doch Werner ist gewillt, es besser zu machen. Und an seine fantastische letzten Saison bei RB Leipzig anzuknüpfen, in der ihm in der Bundesliga 28 Hütten gelungen waren. Um zurück zu seiner Kaltschnäuzigkeit zu finden, wollte er nach seiner Rückkehr von der Nationalmannschaft Extra-Einheiten absolvieren und seinen Abschluss verbessern. Doch ausgerechnet sein Trainer erteilte ihm ein Verbot.

"Timo wollte ein Extra-Training für seinen Abschluss machen", verriet Thomas Tuchel vor der Partie gegen West Bromwich, für die er Werner einen Startelf-Einsatz versprach. "Aber ich habe ihn reingeschickt und gesagt: "Dein Körper, dein Gehirn weiß, wie man ein Tor macht, also mach dir keine Sorgen, es wird kommen. Wenn eine Frau nicht mit dir essen gehen will, kannst du sie nicht zwingen. Entspann dich und es wird passieren."

Mal eine ganz andere Art, das Selbstvertrauen seines Schützlings zu fördern. Statt wie verbissen auf das nächste Tor zu warten, solle Werner sich von jedweden Gedanken lösen und relaxen - dann sei es nur eine Frage der Zeit, bis er wieder zum Torjubel ansetzen kann. Vielleicht ja schon am Karsamstag.

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