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Tuchel sauer und ratlos: "..dann werden wir verprügelt"

Jan Kupitz
Tuchel war nach dem 1:3 gegen Real bedient
Tuchel war nach dem 1:3 gegen Real bedient / Marc Atkins/GettyImages
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"Nein."

Die kurze und vielsagende Antwort von Thomas Tuchel auf die Frage, ob er noch ans Weiterkommen des FC Chelsea glaube.

Die Blues kassierten gegen Real Madrid die zwei bittere Heimpleite innerhalb weniger Tage, nachdem sie erst am vergangenen Wochenende mit 1:4 gegen Brentford untergegangen waren. Nun das 1:3 gegen die Königlichen, das Tuchel jede Hoffnung auf einen Halbfinaleinzug geraubt hat.

"Wenn wir so weiterspielen, werden wir in Southampton verlieren und dann im Bernabeu verprügelt werden", erklärte der Chelsea-Coach mit Blick auf die kommenden zwei Partien.

"Wir müssen unser Niveau finden", forderte er. "Ich weiß nicht, wo es seit der Länderspielpause geblieben ist. Die erste Halbzeit [gegen Madrid] war eine Wiederholung der Leistung gegen Brentford. Wir waren so weit von unserem Niveau entfernt."

Womöglich könnte es für die Londoner auch in der Premier League noch einmal eng werden: fünf Punkte Vorsprung sind es für die Tuchel-Truppe auf den fünften Platz - droht Chelsea die CL-Qualifikation noch zu verspielen?

"Wir müssen uns auf Samstag vorbereiten", machte Tuchel deshalb bereits nach dem Abpfiff am Mittwochabend klar, "und dürfen nicht ans Bernabeu denken. Wenn wir so spielen, werden wir keinen Punkt holen. Ich mache mir mehr Sorgen um Southampton als um Real Madrid."

"Ist das Duell gegen Real nach dieser Leistung noch zu retten? Nein, denn wenn wir es gegen Southampton nicht hinbekommen, werden wir das Spiel nicht gewinnen, also ist es nicht mehr am Leben."

"Wir brauchen drei Tore und wie oft ist das schon passiert?", fragte Tuchel die anwesenden Journalisten. "Seien wir also ehrlich, seien wir realistisch. Wir sind wettbewerbsfähig und müssen unseren Wettbewerbsgeist finden, und dann können wir reden."

Das Theater um den bevorstehenden Verkauf des Klubs wollte der Deutsche hingegen nicht als Ausrede gelten lassen. "Sie fragen nach den Umständen des Eigentümerwechsels, aber ich sehe keinen Unterschied zu den letzten Wochen, in denen wir gespielt haben", zog Tuchel einen Vergleich zu den Partien vor der Länderspielpause.

"Es ist jetzt an der Zeit, diese Periode von Gegentoren und Niederlagen sehr, sehr schnell zu beenden, weil wir uns in einer sehr entscheidenden Phase der Saison befinden", legte er den Finger in die Wunde." Wir haben individuell an Form und Schärfe verloren, und seit der Länderspielpause performen wir nicht mehr so wie zuvor."


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