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Training statt Sonderurlaub: Das Rätselraten um Thiago geht weiter

Florian Bajus
Na, was wird denn jetzt aus Thiago?
Na, was wird denn jetzt aus Thiago? / Handout/Getty Images
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Angeblich sollte Thiago nach der Länderspielreise ein paar Tage Extra-Urlaub bekommen haben. Doch am Freitag stand der Spanier plötzlich auf dem Trainingsplatz des FC Bayern. Ungewöhnlich ist das nicht, vielmehr ist es ein weiteres mediales Eigentor.

Sobald das Transferfenster naht und die Verantwortlichen erste Entscheidungen über die sportliche Ausrichtung in der neuen Saison treffen, beginnt die Berichterstattung über den immer hitzigeren Handel zwischen den Vereinen über ihre wertvollen Spieler. Trotz der Corona-Pandemie wurde auch in diesem Jahr eifrig und rechtzeitig über Transfers spekuliert, und im Blickpunkt stand immer wieder der FC Bayern. Das hatte einerseits mit Leroy Sané zu tun, andererseits mit David Alaba und insbesondere Thiago. Letzterer, so wurde und wird übereinstimmend berichtet, soll seinen bis 2021 datierten Vertrag nicht verlängern und den FC Bayern verlassen wollen.

Auch die Verantwortlichen haben die Hoffnung auf einen Verbleib des spanischen Mittelfeldspielers scheinbar aufgegeben. Allerdings steht Thiago noch immer in München unter Vertrag und der einzige Verein, der medial als Interessent gehandelt wird - gemeint ist der FC Liverpool -, will angeblich nicht auf die Ablöseforderungen in Höhe von 30 Millionen Euro eingehen.

Thiago selbst behauptete während der Nations-League-Spiele mit Spanien, er habe niemals geäußert, den FC Bayern verlassen zu wollen. Die BILD bezichtigte ihm daraufhin der Lüge und stellte die Frage in den Raum, wieso er denn so etwas behaupte, wenn er sich in der Kabine bereits von seinen Mannschaftskollegen verabschiedet habe und seine Villa in Grünwald längst zum Verkauf stehe.

Thiago auf dem Trainingsplatz: Das nächste Eigentor

Es stellt sich die berechtigte Frage: Was wird denn jetzt aus Thiago? Bei den Corona-Tests am Dienstag fehlte er noch - nicht aber wegen eines Wechsels, sondern weil die eingesetzten Nationalspieler ein paar Tage Extra-Urlaub bekommen haben. Dieser sollte sich bei Thiago allerdings bis auf nächste Woche erstreckt haben - doch plötzlich tauchte der 29-Jährige am Freitag beim Mannschaftstraining auf.

Zuallererst soll gesagt sein, dass es überhaupt nicht verwunderlich oder überraschend ist, dass Thiago mit der Mannschaft trainiert. Schließlich steht er noch immer beim FC Bayern unter Vertrag - und solange er den Klub nicht verlässt, hat Cheftrainer Hansi Flick keinen Grund dafür, nicht mit ihm zu planen; und wieso sollte Thiago im Training nicht weiterhin alles geben?

Interessant ist lediglich, dass ein Transfer seit Monaten heraufbeschworen wird, ein Spieler öffentlich der Lüge bezichtigt wird und dann falsche Informationen gestreut werden. Was auch immer mit Thiago passieren wird, wird sich spätestens dann zeigen, wenn der FC Bayern etwas vermeldet.

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