Tottenham im Höhenflug

  • Tabellenführung gefestigt
  • Verfolger müssen nachziehen
  • Trainer Postecoglou der Erfolgs-Faktor
Tabellenführung gefestigt: Tottenham Hotspur
Tabellenführung gefestigt: Tottenham Hotspur / Alex Pantling/GettyImages
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Tottenham Hotspur konnte die Tabellenführung im umkämpften Auftaktspiel des 10. Spieltags in der Premier League bei Crystal Palace festigen. Durch den 2:1 Erfolg der Spurs sind die Verfolger am Wochenende gefordert.

Tottenham tat sich gegen die tief stehenden Verteidigungsketten von Crystal Palace zunächst schwer. Das Hauptstadtduell ging mit 0:0 in die Halbzeit, ehe ein Eigentor von Ward (53.) und der achte Saisontreffer von Ex-Bundesliga Profi Heung-min Son (66.) das Spiel auf die Seite der Spurs zogen. Am Ende wurde es nochmal spannend als Ayew in der 90.+4 den Anschlusstreffer erzielte. Tottenham konnte die drei Punkte aber über die Zeit retten und die Tabellenführung damit festigen.

Verfolger gefordert

Die Spurs stehen nun mit 26 Zählern an der Tabellenspitze und mussten in der laufenden Premier League-Saison noch keine Niederlage hinnehmen. Manchester City steht vor dem Manchester Derby gegen United am Sonntag unter Zugzwang. Das Team von Pep Guardiola muss nun nachlegen, um den alten Rückstand von zwei Punkten wieder herzustellen und Tottenham nicht davonziehen zu lassen. Auch Liverpool muss am Sonntag gegen Nottingham nachziehen. Arsenal kann bereits am Samstag gegen Sheffield erstmal an City vorbei auf Rang zwei springen und den Abstand zu Tottenham wieder verkürzen.

Tottenham kann sich nach dem Sieg am Freitag erstmal entspannt zurücklehnen und beobachten, ob die Konkurrenten die Pflichtaufgaben erfüllen. Grund für den Höhenflug der Spurs ist vor allem Trainer Ange Postecoglou. Der neue Trainer der Spurs legte prompt einen Startrekord hin und schürt damit natürlich die Hoffnungen der Fans auf den Meistertitel.

Postecoglou der "Hoffnungstrainer"

Als erster Trainer fuhr der Australier Postecoglou in den ersten neun Premier League Spielen 23 Punkte ein. Kein anderer schaffte diese Marke vor ihm in seiner ersten Saison, weder Guardiola noch Klopp. Diese Serie konnte er also mit dem Erfolg bei Crystal Palace noch ausbauen. Bewundernswert ist, dass die Spurs diese Serie schafften, obwohl man den jahrelangen Torjäger und Superstar Harry Kane an den FC Bayern München verlor. Die Kane-Millionen wurden allerdings sinnvoll und wie man nun sieht, gewinnbringend reinvestiert.

Auch in Sachen Taktik hat sich einiges getan. Spielten die Spurs unter Antonio Conte noch sichtlich defensiver, kommt der neue Offensiv-Stil des Australiers gut bei den Fans an. Dass zudem noch der Erfolg mitschwingt, gibt dem Trainer also recht und lässt alle die es mit Tottenham halten vom Liga-Titel träumen.

Ange Postecoglou
Ange Postecoglou / James Gill - Danehouse/GettyImages