Ajax-Dominanz & zwei "schwarze Bestien": Die Topelf des 3. Champions-League-Spieltags

Ajax erteilte dem BVB eine Lehrstunde!
Ajax erteilte dem BVB eine Lehrstunde! / Soccrates Images/GettyImages
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Die Vorrunde der neuen Königsklassen-Saison ist Geschichte. An Spieltag drei gab es für die deutschen Teams wenig bis nichts zu holen. Nur der FC Bayern hielt sich wieder einmal schadlos und stellte einen neuen Champions-League-Startrekord auf. Zwei FCB-Stars haben es auch in die Elf der Woche geschafft, die vor allem von Ajax-Spielern dominiert wird.

Die Topelf aus Champions-League-Spieltag drei im Überblick:

1. Manuel Neuer (FC Bayern)

Manuel Neuer
Vielleicht ist es gar nicht Manuel Neuer, sondern eine unüberwindbare Mauer? / Stuart Franklin/GettyImages

Benfica verlangte der "schwarzen Bestie" durchaus mehr ab, als es das Ergebnis (4:0) vermuten lässt. Manuel Neuer blieb in Lissabon zum 50. Mal in der Champions League ohne Gegentreffer - und hatte dabei einen großen Anteil. Zweimal parierte der Bayern-Kapitän überragend und bewahrte sein Team so vor dem Rückstand.

2. Noussair Mazraoui (Ajax)

Noussair Mazraoui, Thorgan Hazard
Schwupp - da hatte Noussair Mazraoui den nächsten BVB-Star nass gemacht / Soccrates Images/GettyImages

Ajax hat den BVB in der heimischen Arena in alle Einzelteile zerlegt. Das lag auch an der überragenden rechten Seite des niederländischen Rekordmeisters. Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui trieb immer wieder an, überzeugte durch clevere Positionierungen und unnachahmlicher Technik.

3. Sebastián Coates (Sporting)

Besiktas v Sporting CP: Group C - UEFA Champions League
Der Abwehrchef schnürt den Doppelpack: Sebastián Coates / Aziz Karimov/GettyImages

Den am Ende deutlichen 4:1-Sieg bei Besiktas leitete Kapitän Sebastián Coates höchst selbst ein. Der 31-jährige Uruguayer war nach zwei Eckbällen2 zweimal mit dem Kopf zur Stelle. Tor Nummer zwei war dabei quasi die Kopie von Tor Nummer eins. Hinten hielt er zudem (fast) alles dicht.

4. Gerard Piqué (Barça)

Gerard Pique
Raus mit der Freude: Gerard Piqué bejubelt sein Siegtor / Alex Caparros/GettyImages

Die Katalanen mühten sich am frühen Mittwochabend gegen Dynamo Kiew zu einem 1:0-Sieg. Bezeichnend für Barças Lage, dass ein Innenverteidiger das erste CL-Tor der Saison schießen musste. Nach starker Flanke von Jordi Alba war Piqué technisch ansprechend zur Stelle.

Dazu überzeugte er mit 119 Ballkontakten und 106 Pässen, wovon er 96 zum Mann brachte (91%). Ein starker Auftritt von Vintage-Piqué.

5. Daley Blind (Ajax)

Daley Blind
Daley Blind dominierte seine linke Seite / Soccrates Images/GettyImages

Der zweite Ajax-Spieler in der Topelf (Spoiler: es kommen noch mehr). Der Routinier trieb ähnlich wie Mazraoui das Spiel der Niederländer immer wieder an. Ein Tor und eine Torvorlage gelangen dazu. Mehr muss man über die Leistung des Linksverteidigers nicht wissen!

6. Marco Verratti (PSG)

Marco Verratti
Marco Verratti war überall zu finden / John Berry/GettyImages

Das Pariser Star-Ensemble war beim 3:2-Sieg gegen Leipzig sicher nicht die bessere Mannschaft. Auf den "Duracell-Italiener" im Mittelfeld kann sich PSG aber immer verlassen. Verratti hatte bockstarke 138 Ballkontakte, spielte 105 Pässe (85% angekommen) und gewann 71% seiner Zweikämpfe. Damit war er der Fixpunkt im Spiel der Pariser.

7. Antony (Ajax)

Antony
Antony ist ein brutaler Ballkünstler / Soccrates Images/GettyImages

Wie soll man den rechten Ajax-Flügel loben, ohne den Brasilianer zu erwähnen? Antony machte gegen Dortmund deutlich, warum Julian Nagelsmann ihn gerne im Team hätte. Erst spielte er dem völlig überforderten Nico Schulz Knoten in die Beine. In Hälfte zwei war dann Emre Can dran. Sein Treffer zum 3:0 setzte seiner Leistung die Kirsche auf die Sahnetorte auf. Was für ein geiler Kicker!

8. Leroy Sané (FC Bayern)

Leroy Sane
Hör mal, wer da jubelt! / Carlos Rodrigues/GettyImages

A propos geiler Kicker: Leroy Sané ist endgültig zurück. Sein Potenzial war schließlich immer unbestreitbar. Unter Julian Nagelsmann (oder wie am Mittwoch: Dino Toppmöller) zeigt Sané, was in ihm steckt. Gegen Benfica gab Sané den Zehner und war stets brandgefährlich. Mit seinem überragenden Freistoßtor brachte er die "schwarze Bestie" so richtig in Fahrt. Ein weiteres Tor und ein Assist kamen für Sané noch hinzu.

Man of the Match! (Auch wenn die UEFA Kingsley Coman wählte)

9. Vinícius Júnior (Real Madrid)

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Donezk konnte Vinícius Júnior nur hinterher schauen / SERGEI SUPINSKY/GettyImages

Seit Don Carletto mit der Bank droht, explodiert der Vinnie! Gegen Donezk war Vinícius Júnior mal wieder mit zwei Toren und einer Vorlage zur Stelle. Der 21-jährige Brasilianer dribbelte die Defensive der Ukrainer schwindelig und war nicht aufzuhalten. In dieser Form hat er das Potenzial zum Weltstar!

10. Sébastien Haller (Ajax)

Sebastien Haller
Vom Büffel zur Tormaschine: Sébastien Haller / Soccrates Images/GettyImages

Warum es Sébastien Haller in der Premier League nicht zum Spitzenstürmer gebracht hat, bleibt ein Rätsel. Auf jeden Fall dürfte das kein Bewerbungsschreiben für West-Ham-Coach David Moyes sein.

Schließlich zeigt der ehemalige Frankfurter Büffel bei Ajax wieder, was für ein unfassbar geiler Wandstürmer er ist! Dieser Haller sollte Werbung für Pattex machen - der Typ macht alles fest.

Im Vergleich mit Erling Haaland machte der ivorische Nationalspieler die noch größte Schwachstelle der BVB-Tormaschine deutlich. Wäre wohl echt keine schlechte Idee, ernsthaft über Haller als Haaland-Nachfolger nachzudenken, lieber BVB!

Ach ja, Tore macht er auch noch. CL-Treffer Nummer sechs (!) gelang dem 27-Jährigen. Dazu noch zwei Torvorlagen. Und noch eine nette Statistik: 34 seiner 36 Pässe brachte der Mittelstürmer an den Mann.

11. Noah Okafor (RB Salzburg)

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Noah Okafor hatte doppelten Grund zum Jubeln / KRUGFOTO/GettyImages

Während Shootingstar Karim Adeyemi seinen dritten CL-Treffer erzielte, war Sturmpartner Noah Okafor gleich zweimal zur Stelle. Der 21-jährige Schweizer feierte seine Königsklassen-Tor-Premiere mit einem Doppelpack und ließ damit die Wölfe aufheulen. Matchwinner-Alert!