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Werder Bremen

Top-Klubs an Fabio Chiarodia dran? Bitte die Ruhe behalten

Tal Lior
Pool/Getty Images
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Heutzutage kann ein mittelgroßer Klub in einem großen europäischen Fußballland kaum noch ganz kurz seine Top-Talente testen, ohne dass sofort irgendwelche größere Fische mit viel Geld antanzen. Dies ist bei Werder nun angeblich auch bei Fabio Chiarodia der Fall. Laut Deichstube sind Chelsea und Juventus am 16-jährigen Innenverteidiger interessiert.


Es ist ein verdächtig häufiges Ereignis bei den Werder-Talenten. Eren Dinkci wurde kurz vor seiner permanenten Beförderung in den Profi-Kader mit Juventus Turin in Verbindung gebracht, am mittlerweile bei Viktoria Köln spielenden David Philipp waren sogar der FC Liverpool und Tottenham Hotspur angeblich dran.

Chiarodia übertrifft nun dieses Phänomen, indem er nach nur einem Testspiel bei den Werder-Profis schon bei anderen Klubs ein Thema ist. Das dem SV Werder Bremen nahe Medium, Deichstube, erhielt im Rahmen des Berichts eine Aussage von Clemens Fritz, die darauf hindeutet, dass man vom Interesse an Chiarodia zumindest nicht überrascht ist. "Es hat sich aber noch kein Verein gemeldet", so der ehemalige Werder-Spieler.

Auch Frank Baumann versucht, die Gemüter zu beruhigen: "Wir sind mit Fabio schon länger im Austausch, wollen ihn gerne langfristig an uns binden." Alles andere als ein Verbleib wäre aber auch eine ziemlich große Überraschung.

Talente verlassen Werder selten vor dem Durchbruchversuch

Denn Talente dieser Art wissen, dass sie selten eine bessere Option als Werder haben. Wenn auch tatsächlich größere Klubs an den Eigengewächsen der Bremer dran sein könnten, dienen Gerüchte dieser Art vor allem der Druckausübung auf den Verein. Die Motivation kann mehr Geld oder eine schnellere Profi-Beförderung sein. Es wird jedoch vonseiten der Spieler immer zumindest ein Versuch bei der ersten Mannschaft auf den Durchbruch anvisiert.

Und was passiert, wenn der Verein den Spieler gar nicht so dringend halten will? Dann wird er halt verkauft. Dies war bei Idrissa Touré der Fall, der nach einer kurzen Zeit bei der Werder-Reserve für 1,3 Millionen Euro an Juventus abgegeben wurde. Der Mittelfeldspieler war eigentlich nie für die Profis vorgesehen und brachte dem Klub letztendlich einen netten Profit ein.

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