Die Tiefpunkte von Borussia Mönchengladbach im Jahr 2022

Dominik Hager
Gladbach ging gegen den BVB mächtig baden
Gladbach ging gegen den BVB mächtig baden / Lars Baron/GettyImages
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Borussia Mönchengladbach hat ein äußerst mäßiges Kalenderjahr 2022 durchlebt. Die Hinserie der vergangenen Saison war über weite Strecken wahrlich an Unkonstanz kaum zu überbieten und auch unter Daniel Farke gab es gewisse Leistungsschwankungen. Wir werfen einen Blick auf die schwächsten Auftritte der Fohlen in 2022.


1. Hannover 96 - Borussia Mönchengladbach: 3:0 (19. Januar, DFB-Pokal)

Es ist schon grotesk, wenn man gegen Hannover 96 derart baden geht, nur eine Runde, nachdem man die Bayern mit 5:0 aus dem Weg geräumt hat. Für Gladbach-Verhältnisse ist aber genau das eigentlich gar nicht so komisch. Beim Auswärtsspiel in Hannover liefen die Dinge von Beginn an gründlich schief. Maximilian Beier erzielte bereits in der vierten Minute das 1:0, ehe Sebastian Kerk und erneut Maximilian Beier erhöhen konnten. Eine 0:3-Pleite bei einem auch nicht gerade auf Wolke sieben schwebenden Zweitligisten ist schon eine ziemlich heftige Nummer.

2. Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach: 6:0 (20. Februar, Bundesliga)

Die Gladbacher hatten im Borussia-Duell nicht den Hauch einer Chance. Bereits in der ersten Halbzeit lenkten Reus und Malen das Spiel in eine eindeutige Richtung. Ab der 70. Minute wurde es dann richtig bitter, indem Wolf, Moukoko, Reus und Can auf 6:0 erhöhen konnten. Solche Ergebnisse sind schon äußerst selten, wenn der FC Bayern gerade nicht beteiligt ist. Gladbach musste sich aber bereits in der Hinrunde dem SC Freiburg ebenso deutlich geschlagen geben.

3. VfB Stuttgart - Borussia Mönchengladbach: 3:2 (5. März, Bundesliga)

Rein vom Ergebnis ist ein 2:3 auswärts natürlich kein absolutes Debakel. Der Auswärtsauftritt der Fohlen bei den Schwaben war aber wahrlich schwach. Die Gladbacher erwischten zwar einen guten Start und gingen mit 2:0 in Führung, brachen dann jedoch in sich zusammen. Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, das der VfB Stuttgart letztlich völlig verdient mit 3:2 für sich entscheiden konnte.

4. Borussia Mönchengladbach - 1.FC Köln: 1:3 (16. April, Bundesliga)

In den vergangenen Jahren hatten die Fohlen in den Derbys eigentlich meist das bessere Ende für sich. Am 16. April hagelte es jedoch eine verdiente 1:3-Niederlage gegen den Domstadt-Klub. Die Pleite war eigentlich schon nach gut einer halben Stunde klar ersichtlich, da Modeste, Kainz und Ljubicic rasch auf 3:0 stellten. Zwar gelang Embolo in der Schlussphase der Ehrentreffer, jedoch änderte dies nichts an einem miesen Tag für alle Gladbacher.

5. Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach: 5:1 (Bundesliga, 1. Oktober)

Eigentlich schienen sich die Fohlen unter Daniel Fark stabilisiert zu haben, jedoch wurden sie dann ausgerechnet von Aufsteiger Werder Bremen bitterböse aus dem Weserstadion gefeuert. Zwar war die Schuss-Statistik ausgeglichen und die Fohlen hatten sogar den höheren Expected-Goals-Wert, jedoch zeigte sich auf der Anzeigetafel eben schon bald ein anderes Bild. Zwei Füllkrug-Tore, ein Duksch-Treffer und ein Bensebaini-Eigentor sorgten dafür, dass es bereits nach 37 Minuten 4:0 stand. Die Messe war dann natürlich schon gelesen.

6. Darmstadt 98 - Borussia Mönchengladbach: 2:1 (DFB-Pokal, 18. Oktober)

Nach der Niederlage gegen Hannover aus der Vorsaison, gingen die Gladbacher erneut gegen einen Zweitligisten im Pokal baden. Tietz brachte die Lilien mit 1:0 in Führung, ehe Netz ausgleichen konnte. In der 79. Minute machte Seydel den entscheidenden Treffer. Zwar hatte Gladbach in der Partie auch entscheidend Pech mit dem Schiedsrichter, jedoch war das Ausscheiden in Summe schon verdient, weil Darmstadt einfach mehr in das Spiel investiert hatte.

7. VfL Bochum - Borussia Mönchengladbach (Bundesliga, 8. November)

Viele Spiele hat der VfL Bochum in der Hinserie nicht gewonnen, jedoch dienten schwache Gladbacher als passender Aufbaugegner. Die Gastgeber starteten rasant und gingen durch Antwi-Adjei bereits nach zwölf Minuten mit 2:0 in Führung. Ein Aufbäumen vonseiten der Fohlen war nicht zu erkennen. Zwar verkürzte Pléa immerhin auf 1:2, jedoch blieb es dabei auch. Wer international vertreten sein möchte, darf gegen einen solchen Gegner einfach nicht verlieren.



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