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"Warum sollte ich gehen?" Thorgan Hazard will von BVB-Abschied nichts wissen!

Simon Zimmermann
Thorgan Hazard hat Wechselgedanken dementiert
Thorgan Hazard hat Wechselgedanken dementiert / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages
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Thorgan Hazard soll beim BVB ganz oben auf der Streichliste stehen. Der Belgier blickt sich angeblich schon in der Premier League nach neuen Klubs um. Alles falsch, dementierte er die jüngsten Berichte nun allerdings! Und fragte rhetorisch: "Warum sollte ich gehen?"


Bevor wir über Gerüchte und Dementis sprechen und sie diskutieren. Lasst uns zunächst auf die nüchternen Fakten blicken:

25,5 Millionen Euro Ablöse. Beim BVB seit Sommer 2019. Vertrag bis 2024. 99 Pflichtspiele, 17 Tore und 21 Vorlagen. 28 Pflichtspiele in der laufenden Saison 21/22 mit sechs Toren und einer Vorlage. 16 Spiele davon von Beginn an. Fünf Spiele über die kompletten 90 Minuten. 29 verpasste Spiele wegen Verletzungen. Ein verpasstes Spiel wegen einer Kader-Verbannung durch den Trainer. Ein geschätzter Marktwert, der sich seit seiner Ankunft in Dortmund von 40 auf 20 Millionen Euro halbiert hat.

Klar, die Rede ist von Thorgan Hazard. Um den 28-jährigen Belgier gibt es derzeit viele Spekulationen. Hazard könnte ein "Opfer" des schwarz-gelben Kader-Umbruchs werden. Wie die obigen Zahlen nahelegen, hatte Hazard bislang nicht den erhofft großen Einfluss auf das Spiel der Borussia.

Hazard dementiert Gerüchte über BVB-Abschiedswunsch

Auch der 41-fache belgische Nationalspieler scheint gemerkt zu haben, dass die BVB-Verantwortlichen nicht mehr auf ihn setzen (wollen). Durch die deutschen Medien (via Bild und Sport1) geisterte jedenfalls, dass sich Hazard selbst bereits nach einem neuen Klub umblicke. Sein Ziel sei wahrscheinlich die englische Premier League, wo man es einigen Klubs durchaus zutrauen kann, rund 20 Millionen Euro Ablöse zu bieten.

"Warum sollte ich gehen?"

T. Hazard via Voetbal Nieuws

Im Schoße der Roten Teufel hat sich Hazard nun öffentlich zu den Gerüchten geäußert. Von Voetbal Nieuws wird er bei der belgischen Nationalmannschaft folgendermaßen zitiert: "Ich habe auch Dinge gelesen, falsche Dinge. Diese Berichte sind falsch. Ich wüsste nicht, warum ich gehen sollte, ich bin bei einem Spitzenverein, der in der Champions League spielt und wo ich regelmäßig zum Einsatz komme. Da ist es normal, dass es Konkurrenz gibt."

"Außerdem hatte ich eine Menge Verletzungen. Im Moment denke ich nicht daran, mir einen anderen Platz zu suchen", so Hazard weiter.

Echtes Treuebekenntnis oder übliche Floskeln?

Übliche Floskeln oder tatsächlicher Wille, weiter für den BVB aufzulaufen? Im Fall von Thorgan Hazard schwer zu sagen. Der Belgier besitzt in Dortmund einen gut dotierten Vertrag und kam in den vergangenen Wochen tatsächlich regelmäßig zum Einsatz. Auf der anderen Seite wird er selbst ganz genau wissen, wie sein Standing unter Trainer Marco Rose und den BVB-Bossen ist.

Dass weder Rose noch die Verantwortlichen im Management zufrieden mit Hazards Leistungen sind, sollte dem Belgier einleuchten. Die Verbannung aus dem Spieltagskader Mitte Februar dürfte für ihn mehr als nur ein Fingerzeig gewesen sein. Es ist dennoch gut vorstellbar, dass sich Hazard weiterhin beim BVB durchbeißen möchte. Ob er das wirklich darf, steht auf einem anderen Blatt.

Der Klub würde sich sicherlich über ein Angebot aus der Premier League freuen. Für den geplanten Kader-Umbruch sind Transfer-Einnahmen unabdingbar. Zumal Hazard seine Worte auch derart gewählt haben könnte, um etwaige Interessenten zu einem finanziell noch besseren Angebot zu verleiten.

Aber das ist vielleicht zu viel Spekulation an dieser Stelle. Fest steht, dass in einer derart verrückten Fußballwelt (fast) alles denkbar ist. Ein Abschied eines Spielers trotz öffentlichem Treuebekenntnis auf jeden Fall!


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