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Thomas Meunier über Katar und seine Zeit bei PSG: "Kann es mir nicht leisten, Stellung zu beziehen"

Simon Zimmermann
Thomas Meunier
Thomas Meunier / BRUNO FAHY/GettyImages
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BVB-Rechtsverteidiger Thomas Meunier ist durchaus dafür bekannt, sich öffentlich meinungsstark zu äußern. Der 31-Jährige blickte einen Tag vor dem Start der Belgier in die WM (Mittwoch gegen Kanada) auf das Turnier in Katar - und seine Zeit bei Paris Saint-Germain.


"Ich bin in einer schwierigen Lage. Ich habe vier Jahre bei PSG gespielt. Ich kann nicht in die Suppe spucken und sagen: 'Die Katarer sind Arschlöcher.' Ich kann es mir nicht leisten, Stellung zu beziehen", so Meunier im Interview mit der L'Equipe.

Nach seinem Jochbeinbruch, den der Routinier im DFB-Pokalspiel gegen Hannover 96 erlitten hatte, ist er rechtzeitig zum Start der WM wieder fit. Gut möglich, dass er für Mit-Favorit Belgien in der Startelf stehen wird.

Zu seiner Zeit bei PSG wurde Meunier deutlich: "Ich wusste das, als ich meinen Vertrag bei PSG unterschrieb. Ich war mir über alles bewusst, was hier passiert. Man könnte auch sagen, dass ich das unterstützt habe, indem ich mich bereit erklärt habe, für einen Staatsverein zu spielen", erklärte er.

Von 2016 bis 2020 stand Meunier bei PSG unter Vertrag - einem Verein, der von der katarischen Investorengruppe Qatar Sports Investments (QSI) massiv finanziell unterstützt wird.

Meunier äußerte sich auch zum Verbot der "One Love"-Kapitänsbinde. "Wir wollten die Armbinde verwenden. Wir haben das untereinander besprochen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, sie nicht zu tragen. Das ist schade", so der 31-Jährige. "Wir alle wissen, wie die Dinge hier sind. Aber wir kennen auch die Regeln. Es gibt viele Unterschiede zwischen hier und der europäischen Kultur. Das müssen wir akzeptieren", befand er.

"Nur auf dem Platz können wir die Antwort geben", schloss Meunier ab.


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