Bayern München

Nur einer kostete mehr als Tel: Die 10 teuersten Teenager-Transfers des FC Bayern

Dominik Hager
Renato Sanches ist der teuerste Münchner Teenager-Transfer aller Zeiten
Renato Sanches ist der teuerste Münchner Teenager-Transfer aller Zeiten / Octavio Passos/GettyImages
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Der FC Bayern hat sich nach etwas längerer Zeit mal wieder getraut, eine Mega-Summe in einen Youngster zu investieren. Der erst 17-jährige Mathys Tel wechselt für bis zu 28,5 Millionen Euro zu den Münchnern. Ein riskantes Geschäft, das sich zu einem echten Coup, aber auch zu einem totalen Desaster entwickeln kann. Der Blick auf die zehn teuersten Teenager-Transfers der Bayern beweist das nur zu gut.


10. Mitchell Weiser: 800.000 Euro

Mitchell Weiser
Boris Streubel/GettyImages

Der FC Bayern verpflichtete Mitchell Weiser im Jahr 2012 vom 1. FC Köln. Der damals 18-Jährige zählte zu den größten Talenten in Deutschland. Man kann zwar sagen, dass Weiser nicht komplett gefloppt ist, aber letztlich nicht gut genug für den Rekordmeister war.

Der frühere Mittelfeldspieler und heutige Rechtsverteidiger absolvierte nur 21 Pflichtspiele, ehe er zu Hertha wechselte und seine beste Zeit als Profi erlebte. In Leverkusen konnte er sich nicht langfristig behaupten, weshalb er nun in Bremen aktiv ist. Weiser verdient das Prädikat "solider Bundesligaspieler".

9. Alexander Zickler: 1,15 Millionen Euro

Alexander Zickler of Bayern Munich
Mark Thompson/GettyImages

Wir machen einen Zeitsprung in die Vergangenheit und landen bei Alexander Zickler, der im Jahr 1993 als 19-Jähriger von Dynamo Dresden kam. Zickler kickte zwölf Jahre im Bayern-Trikot und absolvierte über 300 Spiele. Insgesamt 70 Pflichtspieltore können sich auch sehen lassen, wenngleich es in der Vereinshistorie sicherlich treffsichere Spieler gab. Zickler wurde den Ruf als Chancentod nie so ganz los.

8. Sinan Kurt: 3 Millionen Euro

Sinan Kurt
Power Sport Images/GettyImages

Sinan Kurt ist der Inbegriff eines gescheiterten Top-Talents. Der Angreifer kam im Jahr 2014 als 18-Jähriger von Borussia Mönchengladbach, konnte bei den Münchnern aber keinen Stich setzen. Kritiker warfen ihm mangelnde Einsatzbereitschaft und ein zu großes Selbstvertrauen vor.

Kurt hat lediglich ein Pflichtspiel für die Bayern bestritten und sauste im Karriere-Fahrstuhl bis in die Keller-Ebene. Zuletzt war er für den slowakischen Klub FC Nitra tätig, ist aber seit einem Jahr vereinslos. Was für ein Tiefschlag!

7. Jann-Fiete Arp: 3 Millionen Euro

Jann-Fiete Arp
Alexander Hassenstein/GettyImages

Jann-Fiete Arp galt als Mega-Talent im deutschen Sturm und kam im Jahr 2019 vom Hamburger SV. Bei den Münchnern konnte er sich aber nie durchsetzen und zeigte auch bei Bayern II nur mäßige Leistungen. Seine Karriere nimmt eine ähnliche Entwicklung wie jene von Kurt, jedoch wirkt Arp im Kopf klarer und bekommt nun bei Holstein Kiel eine weitere Bewährungschance.

6. Roque Santa Cruz: 5 Millionen Euro

Roque Santa Cruz
Etsuo Hara/GettyImages

Ähnlich wie Tel heute, galt Roque Santa Cruz im Jahr 1999 als gewaltiges Talent, als er von Olimpia zum FC Bayern wechselte. Fünf Millionen Euro waren zu dieser Zeit auch eine ganze Stange Geld. Den ganz großen Durchbruch schaffte der Paraquayer beim FC Bayern nie, selbst wenn er 238 Spiele bestritten und 51 Tore erzielt hat.

2007 wechselte er für fünf Millionen Euro zu den Blackburn Rovers, ehe ihn Manchester City für 20 Millionen Euro verpflichtete. Der 112-fache Nationalspieler ist heute - im Alter von 40 Jahren - noch immer aktiv und spielt für den paraguayischen Erstligisten Libertad.

5. Kingsley Coman: 7 Millionen Euro

Kingsley Coman
Adam Pretty/GettyImages

Kingsley Coman kam 2015 im Alter von 19 Jahren zunächst per Leihe von Juventus Turin zum FC Bayern. Diese kostete die Münchner sieben Millionen Euro. Zwei Jahre später flossen dann weitere 21 Millionen Euro für einen festen Transfer.

Jeder einzelne Cent davon hat sich gelohnt - nicht nur, weil King Coman die Münchner im Jahr 2020 mit seinem Kopfball zum Champions-League-Sieger schoss. Coman ist ein wichtiger Bayern-Profi und wird das auch noch für einige Jahre sein.

4. Alphonso Davies: 10 Millionen Euro

Alphonso Davies
Pool/GettyImages

Kommen wir von einem Super-Kracher zum nächsten. Alphonso Davies wechselte im Januar 2019 aus Vancouver zum FC Bayern. Der damals 18-jährige Linksfuß brauchte nur ein gutes halbes Jahr, um Stammspieler auf der linken Abwehrseite zu werden. Davies wurde auf Anhieb mit den Bayern Champions-League-Sieger und hatte daran mit großartigen Leistungen einen erheblichen Anteil.

3. Breno: 12 Millionen Euro

(FILES) Photo taken on July 12, 2011 sho
CHRISTOF STACHE/GettyImages

Im Gegensatz zum Transfer von Coman und Davies, entwickelte sich der Kauf von Breno zum Total-Desaster. Der Innenverteidiger kam 2014 als 18-Jähriger vom FC Sao Paulo und galt als mit das größte Abwehr-Talent überhaupt. Der Spieler fand sich in München aber nie zurecht. Psychische Probleme sorgten dafür, dass Breno Brandstiftung bei seinem eigenen Haus beging und ins Gefängnis musste. Der Abwehrspieler kehrte nach Brasilien zurück, wurde aber nie wieder der Alte. Heute ist der inzwischen 32-Jährige vereinslos.

2. Mathys Tel: bis zu 28,5 Millionen Euro

Mathys Tel
James Williamson - AMA/GettyImages

In München erhofft man sich natürlich, dass Tel den Davies- und Coman-Weg einschlagen kann und nicht so endet wie andere Top-Talente wie Breno oder Kurt. Der 17-Jährige wechselt für etwa 20 Millionen Euro nach München, jedoch kann der Preis durch Boni noch bis auf 28,5 Millionen Euro steigen. Tel hat bislang nur auf Junioren-Ebene für Furore sorgen können. Wir sind gespannt, ob er auch beim FC Bayern Glanzstücke ableisten kann.

1. Renato Sanches: 35 Millionen Euro

FC Bayern Muenchen v Hertha BSC - Bundesliga
Jörg Schüler/GettyImages

Renato Sanches wurde als kommendes Mega-Talent gefeiert, nachdem er mit Benfica bereis als Teenager in der Champions League geglänzt hatte. Demnach investierte der FC Bayern 2016 stolze 35 Millionen Euro für den damals 18-Jährigen.

Die Summe hätte durch Bonus-Zahlungen noch deutlich höher werden können, allerdings schaffte Sanches den Durchbruch in München nie. Zwar waren seine Anlagen zu sehen, doch fehlte es ihm an Konstanz und einem Förderer. Danach ging es im Jahr 2020 nach Lille. Eine große Karriere ist ihm trotz allem noch immer zuzutrauen.


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