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Sven Ulreich: "Werde versuchen, einen neuen Verein zu finden!"

Bayern Münchens Ersatztorhüter Sven Ulreich will sich nach einem neuen Verein umsehen
Bayern Münchens Ersatztorhüter Sven Ulreich will sich nach einem neuen Verein umsehen | TF-Images/Getty Images

Nach fünf Jahren liebäugelt Sven Ulreich mit einem Abschied vom FC Bayern. Das sagte der Ersatztorwart gegenüber Sport1. Dem TV-Sender zufolge sondiert Berater Jürgen Schwab bereits den Markt. Allerdings könnte der 31-Jährige seinen bis 2021 datierten Vertrag erfüllen, wenn kein passender Abnehmer gefunden wird.

Bisher hat Ulreich seine Rolle als Vertreter von Manuel Neuer vorbildlich ausgeführt. Vom ersten Tag seit seiner Verpflichtung im Sommer 2015 waren die Aufgaben im Tor der Münchner Bayern klar verteilt: "Ich bin nicht die Eins, ich bin die Zwei. Ich habe meine klare Aufgabe beim FC Bayern und die versuche ich bestmöglich umzusetzen", sagte Ulreich gegenüber Sport1.

Nach der Saison kommt allerdings neue Konkurrenz, Alexander Nübel wird sich den Bayern anschließen. Der 23-Jährige soll im Hintergrund aufgebaut werden und Neuer, der seinen Vertrag kürzlich bis 2023 verlängerte, in ein paar Jahren ersetzen.

Ulreich will FC Bayern verlassen - könnte aber doch bleiben

Für Ulreich ergibt sich damit eine neue Situation, zukünftig wird er mit Nübel um den Platz hinter Neuer kämpfen müssen. Es droht die Degradierung zur Nummer drei. "Es ist nicht einfach, wenn man gar nicht spielt. Das muss ich zugeben", so Ulreich. Während er als Nummer zwei wöchentlich auf der Bank sitzt und einspringt, sobald Neuer ausfällt, bliebe ihm als dritter Torhüter nur der Platz auf der Tribüne. Das ist nicht sein Anspruch: "Vorstellbar ist alles. Vor allem in der aktuellen Situation weiß man nicht, was sich noch alles ergibt. Aber klar ist auch, dass ich in der kommenden Saison nicht die Nummer drei sein möchte", sagt er über seine Zukunft.

Sven Ulreich
Abschied oder Konkurrenzkampf: Noch ist die Zukunft von Sven UIreich nicht entschieden | DeFodi Images/Getty Images

Ulreich spricht Klartext. Bei einem passenden Angebot will er den FC Bayern verlassen, sollte sich keine attraktive Option bieten, wird er seinen Vertrag erfüllen und um seinen Platz kämpfen: "Ich werde versuchen, einen neuen Verein zu finden. Wenn sich aber nichts Passendes ergeben sollte, ist es möglich, dass ich meinen Vertrag in München erfülle. In diesem Fall werde ich mich voll reinhängen, um die Nummer zwei zu bleiben."

Ulreich hofft auf mehr Spielpraxis

Laut Sport1 sondiert Berater Jürgen Schwab den Markt. Zuletzt wurden Hertha BSC, der FC Augsburg und Schalke mit Ulreich in Verbindung gebracht. Möglich sei auch, dass Union Berlin, sein Ex-Klub VfB Stuttgart oder der Hamburger SV anklopfen.

"Zukünftig würde ich mich über mehr Einsätze freuen", so Ulreich, der weiß: "Beim FC Bayern ist das zukünftig eher nicht möglich." Nichtsdestotrotz habe er sich in München immer wohlgefühlt, außerdem steht zunächst einmal das Restprogramm in der Bundesliga und dem DFB-Pokal bevor. "Ich hoffe, dass ich gesund bleibe und mit den Bayern die Saison erfolgreich bestreite, schließlich haben wir das ganze Jahr für unsere Ziele gekämpft", sagt Ulreich. "Wir wollen der erste Corona-Meister der Bundesliga werden!"